Willkommen zu Volkers Gartentipps im Oktober

Volkers Gartentipps vom 29.10.2014

 

für Kräuselkrankheit im Frühjahr rüsten

Pflanzenschutzmittel für Kräuselkrankheit kaufen, da diese im Zeitigen Frühjahr beim Knospenschwellen auftritt und dort schon das erste Mal behandelt werden sollte. Die Kräuselkrankheit überwintert in den Knospenschuppen von Pfirsisch und Aprikose.Das Laub ist unbedenklich.

 

Schädlingseier entfernen

Beginnen Sie auf kleine, dunkle, rote oder schwarze Kugeln an Blättern von Stauden oder an Gehölzen zu achten. Viele Läuse und Milben überwintern als Eier. Wenn Sie solche entfernen und zerstören, tun Sie sich für das nächste Jahr einen Gefalllen.

 

 

Stämme kalken

Streichen Sie die Baumstämme mit Kalkanstrich (z.B. Weißkalk), passen Sie auf, dass Ritzen und Löcher gut abgedeckt werden und entfernen Sie vorher alte Rinde mit einer Bürste. Dadurch schhützen Sie die Bäume vor Frostrissen in der Rinde. Frostrisse entstehen wenn durch die Sonneneinstrahlung sich die Rinde übermäßig erwärmt und vermehrt Saft aus der Wurzel in den Stamm aufsteigt, bei Frost platzt dann dort der Stamm auf und bietet Krankheitserregern Eintrittspforten. Wenn die Sonnenstrahlen, durch die weiße Farbe reflektiert wird, kommt es auch nicht zu Frostrissen. Zusätzlich sterben unter dem Kalk ersticken die Eier von Schädlingen. Eine Beimischung von Naturkautschuk oder Latex statt einem Teil des Wassers, macht den Kalkanstrich wetterbeständiger.

 

Späte Monilia an Pflaumen

Dieses Jahr sind in einigen Gartenanlagen Pflaumenbäume mit einer späten Moniliaform befallen worden. Dadurch gab es schwarze, verkrüppelte Blätter und Triebe, sowie Gummifluss und zeitigen Blattabwurf. Dieser Befall war hauptsächlich dem Wetter zuzuschreiben und ist nicht gefährlich. Es sollte aber helfen, wenn Sie im kommenden Jahr eine Austriebsspritzung und eine Spritzung zur Blüte mit systemischen Fungiziden durchführen, um eventuelle Krankheitserreger im Baum abzutöten.

 

Vögel anfüttern

Wenn Sie nicht wie ich ganzjährig Vögel füttern, sollten Sie jetzt damit anfangen, damit die Vögel wissen wo es was zu holen gibt. Wenn Sie regelmäßig Jahr um Jahr füttern, brauchen Sie das jetzt noch nicht unbedingt zu machen, die Vögel merken sich ihre Futterquellen.

 

Ambrosia-Samen aus Meisenknödeln?

Manchmal sind in Meisenknödeln kleine Mengen Wildkrautsamen von Ambrosia, Industrie-Hanf oder anderen Kräutern enthalten. Am besten hängen Sie die Knödel deshalb über der Wiese auf, denn die meisten Wildkräuter haben gegen einen geschlossenen Gräserbestand keine Chance und keimen bzw. wachsen nicht. Oder Sie hängen Sie über einer bekannten Stelle auf und beobachten im Frühjahr gut was dort möglicherweise wächst.

 

Wintervorbereitung

Leimringe nach den Herbststürmen auf angeklebte Blätter kontrollieren, damit diese den Schädlingen nicht als Brücke dienen.

Frostefährdete Tiere und Pflanzen aus den Gartenteichen entfernen.

Kübelpflanzen in hellen, kühlen Räumen einlagern.

 

Winterquartiere für Vögel

Hängen Sie Nistkästen für die Vögel als Zufluchtsort für den Winter auf. Achten Sie dabei darauf, dass von Osten viel kalter Wind und von Nordwesten viel Nässe kommt. Richten Sie das Flugloch am besten nach Süden oder schützen sie es vor Witterungseinflüssen, durch einen entsprechenden Standort. Mardersicherheit hat hohe Priorität, da die Tiere im Winter oft hungriger und somit wagemutiger sind.

 

Volkers Gartentipps vom 22.10.2014

 

Pflanzschnitt erst im Frühling durchführen

Normalerweise brauchen Obstgehölze, wenn man sie neu pflanzt, einen sogenannten Pflanzschnitt. Das heißt, man schneidet den Baum in Ertragsform. Dazu gehört z.B., den Konkurrenztrieb herauszuschneiden. Zudem entfernt man von allen anderen Ästen die vorderen 10 - 20 cm. So regt man den Austrieb an und erreicht, dass sich die Krone schön verzweigt. Besagten „Pflanzschnitt“ sollte man allerdings nicht zur Herbstpflanzung durchführen, da sonst für den Winter wichtige Reservestoffe verloren gehen und offene Wunden Krankheitserreger einladen. Zusätzlich werden wurzelnackte Gehölze durch die offene Schnittwunde und den dadurch entstehenden Wasserverlust belastet, da sie jetzt noch keine neuen Wurzeln gebildet haben. Ein guter Zeitpunkt für den Schnitt ist der späte Winter nach den Kahlfrösten im Februar, am besten wenn es an den darauf folgenden Tagen nicht kälter als -5 °C wird und die Knospen noch nicht geschwollen sind.

 

Garten nicht zu sauber putzen

Immer wieder beobachte ich, dass Hobbygärtner im Herbst mit dem Rechen durch den Garten ziehen und alles blitzeblank putzen. Damit tun sie sich langfristig jedoch keinen Gefallen. Beete, auf denen im Winter keine Zwischenfrüchte stehen, sollte man unbedingt abdecken, um eine Winderosion zu verhindern. Am besten man belässt Pflanzenreste der Kulturen auf den Beeten. So kompostiert man z.B. das Laub von Kürbis und Zucchini erst im Frühling oder oder bringt Pflanzenteile, Reisig oder Mulchfolie aus. Letztere allerdings sollte man gut beschweren, damit sie durch Stürme nicht weggeweht wird. Die abfallenden Blätter von Stauden lässt man ebenfalls den Winter über liegen. Die Pflanzen mulchen so ihren Standort selbst und schützen die Wurzel vor Kälte und Austrocknung. Hinzu kommt, dass man Nützlinge fördert, denn Marienkäfer überwintern oft in diesem Laub.

 

Volkers Gartentipps vom 15.10.2014

 

So lagert man Kernobst ein

Bei der Lagerung von Kernobst ist darauf zu achten, dass diese Früchte Ethylen freisetzen und somit die Reife anderer Früchte beschleunigen. Am besten legt man Äpfel in einem kühlen, feuchten, nicht nassen Keller in Kisten, die sich über dem Erdboden befinden. So kann das Reifegas ausströmen und nach unten abfließen. Und so halten die Äpfel auch länger. Allerdings hängt die Haltbarkeit auch von der Sorte ab. Gute Lagersäpfel sind ‚Topaz‘, ‚Pinova‘, ‚Boskop‘ und ‚Ontario‘. Alle vier können in einem guten Keller bis April überdauern. Anderes Obst und Gemüse – vor allem Möhren, Pastinaken und Kürbisse – sollten unbedingt höher als die Äpfel gelagert werden, damit sie nicht mit dem Ethylen in Berührung kommen. Denn sonst verfallen sie sehr schnell.

 

Gemüse vor Einlagerung nicht waschen

Möhren und Pastinaken lassen sich gut in Holzkisten lagern, die mit leicht feuchtem Sand gefüllt sind. Früher nutzte man für die Lagerung Erdmieten, aber diese anzulegen macht mehr Aufwand.

Bei der Lagerung ist es wichtig, dass kein Licht an das Gemüse kommt. Denn sonst bleiben einige Lebensprozesse erhalten und die Früchte verfallen schneller. Zudem werden manche Inhaltsstoffe vom Licht zerstört. Auf das Waschen des Gemüses vor der Einlagerung sollte man verzichten, weil das die Gefahr erhöht, dass es schimmelt. Lagern Sie es lieber „schmutzig“ ein und waschen Sie es vor dem Essen, dann haben Sie weniger Arbeit und weniger Lagerverluste.

 

Obstgehölze jetzt kaufen

Ab Mitte Oktober haben Baumschulen wurzelnackte Gehölze im Angebot. Diese Pflanzen sind preiswerter als getopfte Ware. Im Oktober gepflanzt wachsen die Gehölze im Garten auch noch an und haben einen Vorsprung gegenüber Frühjahrspflanzungen. Voraussetzung ist, dass man gut angießt. Wer unsicher ist und sandigen Boden hat, kann auch bis Ende Februar warten und dann wurzelnackte Ware kaufen und auspflanzen. Die Anwachsraten sind dann höher, da es nicht zu einem Vertrocknen wie im Winter kommt.

 

junge Blätter beim Knollensellerie entfernen

Knollensellerie kann man im Garten stehenlassen, bis die ersten Nachtfröste drohen. Allerdings sollten man jetzt die ganzen jungen Blätter entfernen, damit sich die Knolle sich winterfest machen und die letzten Wuchsstoffe eingelagern kann. Entfernt man die jungen Blätter nicht, konzentriert sich die Pflanze auf die Bildung neuer Blätter.

 

Grünkohl und Rosenkohl nach erstem Frost ernten

Grünkohl und Rosenkohl erntet man frühestens nach dem ersten Frost. Beide Kohlsorten werden dann süßer und leckerer. Zudem kann man sie bis ins Frühjahr hinein ernten und braucht sie nicht irgendwo einlagern. Ich mag frischen Rosenkohl am liebsten im Januar.

 

Scharfe Möhren durch zu wenig Wasser oder Kalium

Sollten diese Gemüse nach der Ernte leicht scharf schmecken (wie das Kraut riecht) oder holzig sein, kann das an Wassermangel und zu wenig Kaliumdüngung liegen. Bodenproben helfen festzustellen, ob es an der Düngung liegt. Ein gutes Bodenlabor liegt bei Chemnitz: Landwirtschaftliches Untersuchungswesen der LKS mbH, August-Bebel Straße 6, 09577 Lichtenwalde. Dies ist ein akkreditiertes Prüflabor für Futtermittel und Bodenproben, welches auch gute Düngeempfehlungen gibt.

 

Früchte der Mispeln sind nicht nur Zierde

Mispeln sind manchmal in Gärten und auch in Parks zu finden. Ihre goldbraunen, flachrunden Früchte, die an Hagebutten erinnern, werden oft nur zur Zierde verwendet. Das ist schade, denn dieses alte, exotische Obst schmeckt süßlich bis nussig. Allerdings wird es erst durch den Frost weich. Man kann das Fruchtfleisch dann aus der Schale löffeln oder es zu Marmelade, Mus und ähnlichem verarbeiten.

 

Gladiolen von Thripsen säubern

Weisen Gladiolen viele kleine, helle Saugstellen auf und sind vielleicht auch die Blüten verkrüppelt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Befall mit Thripsen. Das ist eine urtümliche, ein bis zwei Millimeter große Insektenart. Nehmen Sie in diesem Fall die Gladiolen jetzt aus dem Boden und entfernen Sie alle Blattreste, denn an deren Ansätzen überwintern die Thripse oft. Säubern Sie zudem die Gladiolenknollen. Sprühen Sie diese am besten mit Seifenlauge oder Neem (wirkt besser) tropfnass ein. Dadurch gehen die Tierchen zugrunde. Allerdings müssen die Knollen vor dem Einlagern abtrocknen. Pflanzen Sie die Gladiolen im nächsten Jahr auf alle Fälle an einen anderen Standort. Denn ein Teil der Thripse überwintert auch im Boden.

 

Quitten: Gelee - für Faule

Geleeherstellung ist eine Methode den Geschmack der Frucht zu bewahren ohne diese stark verarbeiten zu müssen oder umständlich die Samen u.ä. zu entfernen. Dabei wird die Frucht ausgekocht und der Auszug dann mit Gelierzucker zu Gelee verarbeitet, das genauso wie Marmelade verwendet werden kann. Bei Quitten, die sehr hart und schwer zu schneiden sind, ist dies sehr praktisch. Man entfernt den Flaum der Früchte mit einem feuchten Handtuch, teilt sie grob mit einem großen Messer, wirft sie mit Schale und Kernhaus in einen Topf, bedeckt sie mit Wasser und kocht sie aus. Wenn das Wasser Quittengewschmack hat, kann man aufhören und es weiter verarbeiten, dann erhält man ein schön helles Gelee. Persönlich bevorzuge ich es, die Quitten etwas länger zu kochen und dann noch über Nacht stehen zu lassen, so dass viel Geschmack und Farbe auf das Wasser übergehen.
Wer einen Entsafter sein eigen nennt, kann auch die Früchte damit entsaften und dann den Saft zu Gelee verarbeiten.

Quitten: Marmelade und Kuchen für Fleißige

Für Marmelade müsste man nämlich die Früchte entkernen und Schälen (das geht wenn sie angekocht sind besser, da sie dann weicher sind.
Quittenkuchen kann ich geschmacklich sehr empfehlen, einfach in einem Apfelkuchenrezept, die Äpfel durch Quitten ersetzen oder ein Quittkuchenrezept suchen. Aber dann müssen die Quitten geschält und entkernt werden und das ist wirklich harte Arbeit.

 

Birnenknospenstecher bekämpfen

Diese Käfer wird jetzt im Herbst an sonnigen Tagen aktiv, frisst Knospen an und legt seine Eier an die Birnenknospen. Im Frühjahr sieht man Blüten- und Blattknospen mit Löchern als deutliches Befallszeichen, und verliert auch entsprechende Ertrag. Am besten legen Sie eine Decke unter den Baum und schütteln diesen, die herunterfallenden Käfer vernichten Sie.

 

Birnenlaub mit Gitterrost

Birnenlaub ruhig auf den Kompost werfen, der Birnengitterrost überwintert auf Wacholdern (Juniperus sabinae, J. chinense, J. pfitzeriana). Das Pilzgeflecht auf dem Laub hingegen stirbt ab und kann mit kompostiert werden.

 

Fruchtfäule, Trieb- und Spitzendürre bekämpfen

Sammeln Sie Fruchtmumien und Fallobst komplett auf und kompostieren Sie es, damit daran keine Schädlinge und Krankheiten überwintern. Vor allem die Fruchtfäule, Trieb- und Spitzendürre (Moniliana) überwintert auf solchen Früchten, wird aber im Kompost abgetötet.

 

keine blanke Erde im Winter

Beete im Winter abdecken, wenn keine Zwischenfrüchte darauf stehen. Am besten Erntereste der Kulturen darauf lassen, um Winderosion zu verhindern, z.B. Laub von Kürbis und Zuchhini erst im Frühjahr kompostieren.

 

Stauden teilen und umsetzen

Stauden die abgeblüht sind kann man nun umsetzen und auch teilen. Beim Teilen, muss der ganze Ballen ausgegraben werden, und dann auseinandergebrochen (z.B. Pfingstrose) oder auseinandergsetochen (z.B. Aster) werden. Manche Stauden lassen sich nur mit dem Spaten auseinanderstechen. Sie müssen aber vorher stark zurückgeschnitten werden, damit die nicht vertrocknen. Nach dem Neusetzen muss sofort angegossen werden. Pflingstrosen nehmen Umsetzen und Teilen nicht gut an und blühen die folgenden Jahre schlecht. Die Stauden sollten nicht höher und nicht tiefer stehen als vorher. Aber: nicht alle Stauden lassen sich teilen, wenn nur eine Wurzel ohne neue, jüngere Teile und ohne deutlichen Wurzelstock vorhanden ist, kann es sein, dass Sie sie über Stecklinge oder Samen vermehren müssen.
Auch Sträucher wie bestockte Johannisbeeren oder Hortensien können im Herbst geteilt werden.

 

Hortensien nicht zurückschneiden!

Entfernen sie bei Hortensien alte Blütenstände, aber schneiden Sie sie nicht zurück. Die Hortensie blüht wie der Apfel am älteren Holz. Wenn sie jetzt zurückgeschnitten wird, gibt es nächstes Jahr keine Blüten. Wenn im Winter teile zurückfrieren, könne ndiese vorsichtig entfernt werden, aber es sollten so viel wie möglich Knospen verbleiben. Wer den Austrieb anregen will kann einige Äste entfernen, aber wer alle entfernt, hat keine Blüten im nächsten Jahr.
Einzig die neu gezüchteten "Bauernhortensien" blühen an den neu gewachsenen Trieben.

 

Volkers Gartentipps vom 08.10.2014

 

Mangoldernte den ganzen Winter möglich

Wenn man Mangold im Garten vor Frost schützt, kann man den ganzen Winter über immer wieder Blätter ernten. Am besten man bedeckt die Pflanze vor dem ersten Frost mit einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht Erde. Wichtig ist, dass die Triebspitzen ausreichend bedeckt sind, so dass Kälte und Fäulnis ihnen nichts anhaben können. Man erntet dann die Blätter von außen nach innen. Droht starker Frost, wickelt man die gesamte Pflanze mehrlagig mit Vlies ein.

 

Bei Einlagerung etwas Grün an Möhre lassen

Wer Möhren einlagert, sollte das Grün abdrehen. So bleiben die Stielansätze an dem Wurzelgemüse, was dieses vor Fäulnis schützt. Wer zum Messer greift, um das Grün abzuschneiden, sollte aus dem selben Grund unbedingt einen Zentimeter Blattstiel an den Möhren belassen. So vermeidet man zudem eine Verletzung der Wurzel und gibt ihr Zeit, sich von den Blättern abzukapseln.

 

Leckerer Brotaufstrich aus Äpfeln

In diesem Jahr gibt es viele Äpfel. Wer noch nach Ideen sucht, was er mit der reichlichen Ernte anfangen soll, dem möchte ich folgendes Rezept weitergeben, was ich kürzlich im Rahmen eines Workshops gelernt habe: die Zubereitung von Apfelschmalz. Man braucht dafür einen Apfel, eine Zwiebel, 200 g Kokosfett. Die fein geschnittene Zwiebel brät man in etwas Fett in einer Pfanne glasig, lässt dann das restliche Kokosfett in der Pfanne aus, gibt fein geschnittenen Apfel dazu (möglichst keinen zu süßen), erhitzt das Ganze kurz, füllt es dann in Gläser und hat einen leckeren Brotaufstrich.

 

Chili-Schoten im Ganzen trocknen

Chilis werden erst mit einsetzender Reife scharf. Hellgrünen Früchten fehlen in der Regel die scharfen Anteile. Erst wenn das Grün dunkler wird bzw. wenn die Schoten langsam Farbe zeigen, nimmt die Schärfe zu. Probieren Sie vorsichtig Stücke nahe dem Stiel, dort sind Chilis meist am schärfsten. Am besten trocknet man die Schoten im Ganzen, denn das reduziert die Schimmelgefahr. Das gilt auch, wenn man Chili-Öl herstellen möchte. Man lässt die Chilis trocknen, zerschneidet sie dann in Stücke und legt diese dann in Öl ein. Es ist wichtig, dass die Schoten dabei absolut trocken sind, da sich bei Restfeuchte Botox-Bakterien ansiedeln können. Wenn das Öl bitter oder komisch schmeckt werfen Sie es lieber weg, statt sich zu vergiften.

 

Bei Ernte der Roten Beete vorsichtig vorgehen

Bei der Ernte der Roten Beete sollte man vorsichtig zu Werke gehen. Am besten mit einer Grabegabel in ausreichend Abstand neben den Früchten einstechen. Denn werden die Knollen verletzt, bluten sie aus und sterben. Wie bei den Möhren dreht man auch bei der Roten Beete das Kraut vorsichtig ab bzw. lässt beim Abschneiden etwas Grün an der Knolle. Wer das Gemüse nicht gleich verarbeiten möchte, kann es einlagern – in einer Holzkiste mit feuchtem Sand an einem frostfreien Ort.

 

Mit Kipp-probe Reifegrad von Quitten feststellen

Um festzustellen, ob Quitten und die späteren Lageräpfel reif sind, macht man die Kipp-Probe: Man kippt die Frucht am Ast 45 bis 80 Grad an. Löst sie sich, ist sie erntereif. Bei der Lagerung von Quitte und Apfel muss man beachten, dass diese Früchte Ethylen freisetzen und somit die Reife anderer Früchte beschleunigen.

 

Beginn Ernte von Pastinaken und Möhren

Sie können aber auch noch einige Zeit (bis zum ersten Frost) im Boden bleiben, da sie kaum Frostempfindlich sind.

 

Lagerung von Obst und Gemüse

Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass diese Früchte Ethylen freisetzen und somit die Reife anderer Früchte beschleunigen. Am besten lagert man sie in einem kühlen, feuchten, nicht nassen Keller in Kisten die sich über dem Boden befinden, so dass das Reifegas ausströmen und nach unten abfließen kann. So halten sie auch länger.
Allerdings hängt die Haltbarkeit auch viel von der Sorte ab. Gute Lagersorten sind bei Äpfeln 'Topaz', 'Pinova', 'Boskop' und 'Ontario'. Alle vier können in einem guten Keller bis April überdauern.

Anderes Obst und Gemüse, vor allem Möhren, Pastinaken und Kürbisse sollten unbedingt höher als die Äpfel liegen, damit sie nicht mit dem Ethylen in Berührung kommen, sie verfallen sonst sehr schnell.
Möhren und Pastinaken lassen sich gut in, mit leicht feuchtem Sand gefüllten, Holzkisten lagern, da dieser den Wasserhaushalt und die Fruchttemperatur regelt. Früher nahm man dazu auch Erdmieten, aber das macht meist mehr Aufwand.
Insgesamt gilt es bei der Lagerung auf einen Lichtabschluss zu achten, denn durch Licht bleiben einige Lebensprozesse erhalten und die Früchte verfallen schneller, auch werden manche Inhaltsstoffe vom Licht zerstört. Sollte das Gemüse vor der Einlagerung gewaschen werden, muss es danach unbedingt absolut abgetrocknet werden, sonst beginnt es zu faulen. Deshalb: Lagern Sie es "schmutzig" ein und waschen Sie es vor dem Essen, dann haben Sie weniger Arbeit und weniger Lagerverluste.

 

Obst und Gemüse haltbar machen

Wer keinen kühlen Keller und eine volle Gefriertruhe hat, kann aus dem Obst auch Kompott, Gelee, Marmelade oder Mus machen und es so (finster) einlagern. Immer beliebter wird auch das Einlegen in Öl und die Milchsäuregärung (wie beim Sauerkraut). Dabei ist zu beachten, dass sich Milchsäurebakterien oft von allein entwickeln, wenn die Konservenzusammensetzung passt, es aber auch zu alkoholischer Gärung kommen kann, wenn es nicht passt. Allgemein gilt: Milchsäurebakterien entwickeln sich besser bei Anwesenheit von viel Eiweiß und bei wenig Zucker und die Hefen, die Alkohol produzieren, bei viel Zucker. Sie können natürlich auch etwas nachhelfen und Milchsäurebakterien wie beim Sauerkraut zusetzen. Die Milchsäurebakterien fördern auch die verdaulichkeit vieler Gemüse - wie von Möhren - und machen manche Vitamine besser verfügbar. Experimentieren Sie etwas, viele kommen so zu neuen Lieblingsspeisen. Im Internet gibt es dazu viel Rezeptideen.

 

Volkers Gartentipps vom 01.10.2014

 

Im Oktober Hecken kräftig zurückschneiden

Im Oktober sollte man die Hecken verjüngen, das heißt kräftig zurückschneiden. Kürzen Sie die Zweige bis ins alte, dickere Holz und hin und entfernen Sie hin und wieder auch sehr starke Äste. So lange die Sträucher noch Laub tragen, erkennt man ganz gut die Stellen, die langsam verkahlen und wo ein Verjüngungschnitt besonders nötig ist. Eine Hecke sollte, vor allem wenn sie relativ hoch ist, unbedingt konisch geschnitten werden – also unten breiter sein als oben. Damit sorgt man dafür, dass der untere Teil der Hecke mehr Licht bekommt und wirkt dem Verkahlen entgegen. Im Frühjahr passiert dann das, weswegen man bei Obstgehölzen keinen Herbstschnitt durchführen soll: die Hecke treibt stark aus und bildet viele neue Triebe.

 

Schnecken überlisten

Im Herbst legen viele Schnecken im Garten noch einmal Eier. Das sollten Sie sich zu Nutze machen. Legen Sie einfach an Stellen, die Schnecken gefallen könnten (z.B. bei Polsterpflanzen oder am Kompost) Bretter auf den Boden bzw. auf die Wiese. Die Weichtiere legen dann ihre Eier darunter (bis zu 200 Stück pro Schnecke). Wenn Sie diese und andere Schneckenverstecke wie flache Steine und Polsterpflanzen im Herbst hin und wieder kontrollieren und die Eier zerstören, können Sie sich viel Arbeit und Ärger im Folgejahr sparen.

 

Paprika, Chili, Physalis weiter reifen lassen

Sowohl Paprika, als auch Chili und Physalis, die jetzt noch nicht erntereif sind, kann man ruhig an den Pflanzen lassen. Die Früchte reifen noch bis zum Frost. Im Gegensatz zu den Tomaten verschlechtert sich der Geschmack nicht so schnell. Wer viele Pastinaken und Möhren hat, muss sie jetzt auch nicht alle ernten. Das Gemüse kann bis zum ersten Frost im Boden bleiben.

 

Süßkartoffelernte im Balkonkasten

Wer in diesem Jahr in seinen Balkonkästen Süßkartoffeln als Struktur- bzw. Blattschmuckpflanzen verwendet hat, sollte beim Entleeren der Kästen vorsichtig zu Werke gehen. Es besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, dass die Pflanzen Knollen entwickelt haben. Die sind essbar. Man kann sie wie Kartoffeln verarbeiten, allerdings schmecken sie – wie der Name schon sagt – süßlich. Wer allerdings Chemie gegen Läuse oder Pilzkrankheiten gespritzt bzw. gegossen hat, kann die Knollen nicht verwenden.

 

Unkraut jäten

Zwischen dem jetzt aufgehenden Spinat und Feldsalat sollte man unbedingt das Unkraut zupfen. Es macht sonst den Nutzpflanzen zu sehr Konkurrenz und nimmt ihnen das Licht.

 

So erkennt man, ob Kürbis reif ist

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Reifepunkt von Kürbissen zu bestimmen. Sicher reif ist die Frucht, wenn der Stängel, der Kürbis und Pflanze verbindet, gelb wird und abstirbt. Zudem kann man den Klang prüfen. Bei zunehmender Reife entsteht im Inneren der Frucht ein Hohlraum. Diesen „hohlen Klang“ kann man hören, wenn man an die Frucht klopft.

Einige Kürbisse sollten aber vor der Reife verzehrt werden, da sie sonst holzig werden. Ob dies so ist, sollten Sie sich vor der Ernte informieren.