Tropf-Bewässerungssystem für Gärten

Die zu Grunde liegende Idee ist, den Garten ohne viel Aufwand ausreichend mit Wasser zu versorgen und Nebeneffekte anderer, auf Sprühverteilung beruhender Systeme, zu vermeiden. Es sollen weder die Pflanzen mit Wasser benetzt werden, da dies zu mehr Pilzkrankheiten führt, noch sollen größere Flächen durchgängig mit Wasser versehen werden, damit die Wildkräuter („Unkräuter“) möglichst wenig wuchsförderndes Wasser erhalten.

positive Aspekte:

Bewässerung mit Tropfschläuchen und Einzeltropfern

  • kein Gießkannentragen

  • höherer und gesicherter Ertrag

  • gezielte Wasserabgabe an die einzelne Pflanze

  • kein Spritzwasser auf den Blättern = keine Pilzkrankheiten wie bei Sprühbewässerung oder Regnern

  • 40 % Wassereinsparung gegenüber Gießen mit Regner oder mit Schlauch

  • Unkraut wird nicht mit bewässert = geringerer Unkrautwuchs

  • Anwendung Einzeltropfer: Gewächshaus, Sträucher, Solitärpflanzen, Töpfe

  • Anwendung Tropfschläuche: Beete, dichte Pflanzungen

Sie können

- bei uns fertige Bewässerungen kaufen

- eine individuelle Bewässerung nach Ihren Wünschen anfordern

- oder mit uns Kontakt aufnehmen und uns eine Skizze Ihres Gartens senden, damit wir ein Bewässerungssystem für Ihren Garten daraus erstellen

- wenn Sie im Großraum Dresden wohnen, einen Termin für ein Treffen in Ihrem Garten mit uns ausmachen und Ihr persönliches Bewässerungssystem von uns erstellen lassen

 

Informationen / Bestellung

Wenn Sie detailiertere Informationen oder ein Angebot für Ihren Balkon haben möchten, kontaktieren Sie uns.

 

Details Bewässerungssystem

Das Bewässerungssystem ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Hauptkomponenten, die einzeln bestellt werden können.

Dadurch ist es möglich, ein für jeden Garten individuelles Bewässerungssystem zu erhalten. Sie können ihren Garten nach dem vorgegebenen Schema vermessen und ein entsprechendes Paket wird nur für Ihren Garten zusammegstellt.

Das bedeutet, im Gegensatz zu fertig abgepackten Varianten bleiben keine Teile übrig oder fehlen.

Es können auch Einzelteile wie Schläuche oder Tropfer separat erworben werden.

 

Die erste Komponente ist die Tropfschlauchbewässerung für Beete. Dies ist eine günstige Variante, da das Wasser entlang der Schläuche gleichmäßig zu Boden tropft. So wird die ein BewuchsStreifen nahezu gleichmäßig bewässert und die Zwischenräume erhalten wenig Wasser. Die Wurzeln der Kulturpflanzen wachsen dabei allmählich in Richtung des Wassers.

Hierfür wird an der Stirnseite der Beetfläche ein Verteilersystem aufgebaut, an welches Tropfschläuche angeschlossen werden. Diese liegen entlang der Pflanzreihen längs zum Beet und versorgen die Pflanzen mit Wasser. Auf einem 60 cm breiten Beet werden zwei, auf einem 90 cm breiten Beet 3 Tropfschläuche in jeweils 30 cm Abstand zu einander zur ausreichenden Versorgung der Pflanzen empfohlen. Bewährt hat sich diese Form der Bewässerung bei Beetkulturen wie Erdbeeren, Möhren, Salat oder Studentenblumen (Tagetes).

 

Die zweite Komponente ist ein Verteilerrohr, an das Einzeltropfer angeschlossen werden. Damit lassen sich gut Solitärstauden oder Sträucher bewässern, ohne das Wasser auf die Zwischenräume zwischen die Pflanzen kommt. Dadurch wird der Wildkrautbewuchs in solchen Pflanzungen nicht durch breit verteiltes Wasser gefördert. Das Verteilerrohr kann leicht mit Erde bedeckt werden, so dass es kaum sichtbar ist. Auch für Gewächshäuser mit großen Gemüse wie Tomaten oder größere Einzelpflanzungen zum Beispiel mit Zucchini oder Gurken auf dem Kompost, sowie bei Rosen- und Johannisbeersträuchern eignet sich dieses System gut. Je nach Größe und Wasserbedarf können ein oder mehr Einzeltropfer die Pflanze mit Wasser versorgen und so die Wassermenge trotz gleich bleibender Bewässerungsdauer variieren.

Zusätzlich zu den Hauptkomponenten gehören noch Zuleitungen und Steuerung zum System. Dabei ist die Grundsteuerung ein System mit Zeitschaltuhr für einen festen täglichen Bewässerungstakt. Es ist aber auch die Steuerung nach Bodenfeuchte über einen Bewässerungscomputer mit zusätzlichen Bodenfeuchtesensor möglich. Die Steuerung kann nach belieben zu den Modulen ausgewählt werden.

Bei der Bewässerungssteuerung kann zwischen Torq und Gardena gewählt werden, die Preise richten sich dabei nach dem Hersteller. Auf Wunsch kann auch ein anderer Anbieter gewählt werden.

Bewässerungsart an Bepflanzung anpassen

Bei einzelnen Pflanzen wie Johannis- oder Stachelbeeren, jungen Bäumen, Solitär-Kräutern oder auch bei Solitärstauden wie Goldrute, Canna und anderen einzeln stehenden Zierpflanzen wie Rosen oder Azaleen empfiehlt es sich eine Bewässerung mit Einzeltropfern zu legen. So erhalten die einzelnen Pflanzen gezielt Wasser und die Freifläche dazwischen bleibt ungewässert. Somit werden unerwünschte Wildkräuter nicht mit gegossen.

Gewächshausgemüse, welches oft locker verteilt im Gewächshaus steht (z.B.: Tomaten, Gurken), kann gut über Einzeltropfer mit Wasser versorgt werden. Durch diese Art der Wasserversorgung lässt sich der Jäteaufwand im Gewächshaus minimieren.

Einzelpflanzen von Freilandgemüse, wie die Gurke auf dem Kompost oder Rosenkohl auf Beeten können auch über Einzeltropfer versorgt werden.

 

Bei Beet- oder Reihenpflanzen wie Erdbeeren, Himbeeren, Tomaten, Möhren, Kartoffeln, Kräuterbeeten oder dicht in Reihe stehenden Zierpflanzen wie Dahlien oder Sonnenblumen empfiehlt es sich hingegen Tropfschläuche zu verwenden, da der Arbeitsaufwand für Einzeltropfer bei diesen dicht stehenden Pflanzen sehr hoch wäre.

 

Zusammenfassung:

Bei Beetpflanzen sind Tropfschläuche und bei Einzelpflanzen Einzeltropfer zu bevorzugen.

 

Bewässerung pro Beet:

Es hat sich bewährt, wenn ein etwa 30 cm breites Beet mit einem Tropfschlauch, ein 60 cm breites Beet mit zwei Tropfschläuchen und ein 90 cm breites Beet mit drei Tropfschläuchen versehen werden.

Die Tropfschläuche können etwa 15 cm links und rechts vom Tropfschlauch gut mit Wasser versorgen. Bei anderen Beet-Maßen muss gemittelt werden.

Wenn eine Reihenpflanzung wie Erdbeeren oder Kartoffeln vorliegt, empfiehlt es sich, dass die Tropfschläuche entlang dieser Reihen ausgelegt werden.

Bewässerung ausmessen:

Wenn Sie ihre Pflanzen bewässern wollen, können Sie die Bewässerung wie im Beispielbild auslegen.

Zum Abmessen der gewünschten Längen messen Sie ihre Beete in der Länge und Breite, um zu erfahren wie viele einzelne Tropfschläuche und Meter Tropfschlauch nötig wären. Pro Beet sollten sie in der Länge 30 cm Zuschlag geben, da die Tropfschläuche durch ein mehrfaches Falten am Ende verschlossen werden. Die Anzahl der einzelnen Tropfschläuche ist wichtig, um die Menge der Verbinderstücken zum PE-Rohr zu bestimmen.

Als Zuleitung hat PE-Rohr den Vorteil, dass es günstiger und robuster ist als ein Schlauch. Der Schlauch hingegen lässt sich in geringeren Radien und insgesamt leichter biegen als das PE-Rohr. Die Entscheidung muss individuell getroffen werden.

Empfehlung:

Verwenden Sie PE-Rohr für die Verbindungen zur Wasserquelle und nutzen Sie bei den Ecken Fittinge (90°-Bogen), so lässt sich alles in ordentlichen geraden Linien gestalten, ohne dass die Gefahr besteht, das Schlauch oder PE-Rohr einknicken. Sie können auch den Rasen unter dem PE-Rohr aufschneiden und es leicht eingraben, damit es nicht im Weg liegt. Dabei müssen sie jedoch beachten, dass Sie es vor Bodenfrost-Beginn von Wasser befreien (z.B. mit Kompressor) oder es wieder heraus nehmen.

 

Installation des Bewässerungssystems:

Nötige Geräte:

Wasserkocher oder auch Kaffeemaschine, Wasser zum Erhitzen der PE-Rohre, um das Zusammenstecken mit den Fittingen zu ermöglichen, sollte eine Temperatur von über 70 °C besitzen Handschuhe, aus Leder oder festem Kunststoff um sich vor Verbrennungen mit dem heißen Wasser zu schützen Kreuzschlitz-Schraubenzieher, zum Anziehen der Schlauchschellen scharfes Messer, um Schnüre, Schläuche und Rohre auf die gewünschten Längen zu schneiden optional Gartenschere, erleichtert das zerschneiden von PE-Rohren.