Blumen für die Trocknung

Sie können bestimmte Blumen für daheim jetzt ernten. Schneiden Sie die Blumen ab, entblättern sie und hängen  Sie sie mit Blüte nach unten an einem sonnengeschützten, luftigen Ort zum Trocknen auf. Dabei ist zu beachten, dass Strohblumen (Helichrysum) und Goldrute (Solidago) noch nicht voll erblüht sind und keine Staubblätter zeigen. Dagegen müssen Strandflieder (Limonium), Trommelstöcke (Craspedia), Schafgarbe (Achillea), Schleierkraut (Gypsophila), Sonnenflügel (Helipterum) und Edeldistel (Eryngium) schon offen sein und Farbe zeigen. Gut lassen sich auch die orangen Fruchtstände der Zier-Lampionblume (Physalis alkekengi) trocknen, diese sollten Sie aber nicht kopfüber hängen, sondern vorsichtig am oberen Triebende anbinden. Sie können auch selbst weitere Pflanzen probieren.

Dahlien vor Kälte schützen

Dahlien blühen bis weit in den Oktober hinein, wenn Sie sie vor besonders kalten Nächten Anfang Oktober schützen. Decken Sie sie dazu mit doppelt liegendem Vlies ab.

Kinder vor giftigen Früchten warnen

Viele Zierpflanzen im öffentlichen Raum locken jetzt mit bunten Früchten. Die meisten sind jedoch giftig. Achten Sie darauf, dass die Kinder sie nicht essen. Einzig die bei allen gefürchtete Eibe hat ungiftige Früchte, wenn der Kern nicht gekaut wird. Spucken Sie ihn aus und leiten Sie auch die Kinder dazu an. Die Süße dieses fruchttragenden Nadelgehölzes ist ein tolles Nascherlebnis im Herbst. Für Kinder sind sie auch leicht zu erkennen, denn der Baum hat ja Nadeln.

Kornelkirschen reif

Es sind jetzt immer mehr Kornelkirschen (Cornus mas) reif. Die roten, länglichen Früchte können bei manchen Bäumen roh gegessen werden, oft sind sie aber pelzig und erst nach dem Kochen gut zum Verzehr. Besonders toll ist Kornelkirschen Marmelade. Reif sind sie übrigens wenn sie zu Boden fallenl, Sie können sie aber auch kurz vorher pflücken und zu Hause nachreifen lassen. Schauen Sie in den Baumschulen nach Edelsorten von Kornelkirsche, vor allem die Österreicher Sorten 'Jolico' und 'Schönbrunner Gourmet Dirndl' sind sehr empfehlenswert und gut für den Frischverzehr geeignet.

Zierpflanzen jetzt schon für kommendes Frühjahr aussäen

Sie können Ringelblumen, Mohn und Rittersporn jetzt schon aussäen. Der Boden ist aber schon zu kalt, als dass sie austreiben. Aber sobald er im kommenden Frühjahr warm genug wird, kommen die Pflanzen heraus und haben so einen Wuchsvorsprung zu im Frühjahr gesäten Pflanzen. Markieren Sie sich die Beete und Reihen gut, nicht dass Sie es vergessen, wo die Pflanzen standen.

Keine Herbstfurche

Oft wird in alten Büchern empfohlen eine "Herbstfurche" anzulegen, also den Boden umzugraben und grobschollig liegen zu lassen, damit der Frost die Brocken zerteilt und feinkrümelig macht. Das ist allerdings nur der oberflächlich beobachtete Effekt. Denn durch das Umgraben kommt viel Sauerstoff in den Boden, mit dessen Hilfe Humus abgebaut wird und so die Poren im Boden weniger werden. Der Boden wird so humusärmer und fester. Auch werden mehr wichte Feintele des Bodens verweht, wenn keine schützende Pflanzendecke mehr da ist.
Sparen Sie sich die Herbstfurche, denn Sie machen sich nicht nur den Rücken kaputt, sondern auch den Boden. Wenn Sie Humus hinein bringen wollen, dann machen Sie jetzt eine Aussaat an Zwischenfrucht, die den Boden gut durchwurzelt. Die absterbenden Wurzeln im Frühjahr bei Neubestellung des Beetes sind der beste Humuslieferant.
Sollten Sie keine Herbstaussaat aus Zeitgründen schaffen, dann decken Sie die Beete mit Grünschnitt, Zweigen, Mulchvlies oder ähnlichem ab, damit der Wind die Erde nicht fort trägt.

Herbstdüngung und -kalkung

Wenn Sie schweren Boden haben (Sie können aus einem Stück feuchten Boden eine bleistiftdünne Wurst rollen, ohne dass diese zerbricht), können Sie jetzt noch Kalken und organisch Düngen und sparen sich so den Arbeitsgang für das Frühjahr. Alle anderen sollten es lassen, denn sonst düngen Sie nur das Grundwasser und müssen die Maßnahme im Frühjahr wiederholen. Zum Düngen eignet sich am besten Stallmist oder Kompost. Sie legen den organischen Dünger als 3- 5 cm dicke Schicht auf das Beet und das Bodenleben arbeitet ihn ein. Achten Sie beim Mist darauf ihn nicht zu dick zu machen, damit Luft durchkommt und er nicht fault oder mischen Sie ihn mit den obersten 5 cm Boden.
Kalken können Sie ruhig 100 - 250 g / m² bei jährlicher Kalkung. Bei staubförmigen Kalk sollten Sie direkt vor dem Regen kalken oder ihn leicht einharken.

Späte Saaten abdecken

Wenn Sie Mangold und andere Spätaussaaten aussäen mit Bodenabdeckung Das Wetter wird immer Kühler, späte Aussaaten wachsen nur langsam an. Um das Keimen und das Wachstum zu beschleunigen, ist es gut den Boden mit Vlies oder durchsichtiger Folie abzudecken. Bei Vlies sind die Zuwächse geringer, aber auch die Pilzgefahr, bei Folie wachsen die Sämlinge schneller, aber da es darunter so feucht ist, müssen Sie am besten täglich Lüften, um Pilzbefall wie z.B. Grauschimmel zu vermeiden. Folie hält dafür mehr Wasser im Boden und aber den Regen fern. Am besten ist ein kleiner Folientunnel, der schön viel Wärme speichert.
Wenn Sie nicht oft in den Garten kommen, ist ein Vlies besser, da die Pflanzen darunter bleiben können und der Regen das Gießen übernimmt.

Sauerkraut selbst herstellen

Der diesjährige Weißkohl wird nach dem trockenen Sommer und dem jetzigen Regen schnell platzen und reißen. Dadurch lässt er sich kaum einlagern und fault schnell. Aber er eignet sich gut für Sauerkraut. Sie können auch aus Rotkohl und anderem Kohl Sauerkraut herstellen. Im Internet gibt es vielfältige Rezepte, grundsätzlich gilt: kleingeschnittenen Kohl (ohne Strunk und Blattrippen) oder anderes Gemüse mit Salz (1,5 - 2 % der frischen Kohlmasse) einreiben und dann in ein Glas füllen, regelmäßig festdrücken und zum Ende mit 2 großen Blättern abdecken, dann Deckel drauf, aber nicht fest abdichten, denn das Gas muss raus. Nach 1 - 2 Tagen muss die Flüssigkeit die Blätter bedecken, sonst mit 1%iger Salzlake auffüllen. Danach 6 Wochen bei 20 °C stehen lassen und fertig. Wer das erste mal Sauerkraut herstellt, sollte die passenden Milchsäurebakterien dazu kaufen, damit das Gemisch nicht aus versehen anders vergärt und der Inhalt unbrauchbar wird.