Kirschpflaumen essen

Die ersten Kirschpflaumen in Stadtgebiet werden reif, warten Sie beim
Verzehr bis diese weich, reif und außen süß sind (werden aber zum Kern
hin sauer). Essen Sie nicht zu viele und vor allem keine harten,
unreifen, dann bekommen sie nämlich, wie bei allen Pflaumen und anderem
unreifen Obst, Durchfall und Blähungen.
Kirschpflaumen (Prunus cerasifera, "Myrobalane") sind keine Pflaumen.
Oft werden sie fälschlicherweise als Mirabellen bezeichnet, letztere
lösen aber gut vom Kern. Kirschpflaumen nicht, so kann man sie leicht
unterscheiden. Kirschpflaumen gibt es in blau, rot oder gelb, da aber
jeder Baum verschieden ist, sagt die Farbe allein noch nichts aus.
Merken Sie sich gut schmeckende Bäume.

Gießen mit der Schere

Das Wetter setzt immer mehr Pflanzen zu, wenn Sie neu gepflanzte Büsche
haben, aber auch abgeerntet Beerenobst oder solches mit vertrockneten
Beeren, dann entfernen Sie einen Teil der Äste und Blätter oder bei sehr
kleinen Pflanzen einen Teil der Blätter. Vertrockente Fruchtbüschel
können ganz raus, die werden auch nichts mehr. Je stärker Sie die
Verdunstungsfläche reduzieren, desto weniger müssen sie gießen.
Schneiden sie auch bei älteren Bäumen Äste heraus, um die
Verdunstungsfläche zu reduzieren.
Lieber Sie verzichten auf ein paar Äste und Früchte, als auf den ganzen
Baum.

Rosen zurückschneiden

Entfernen Sie ständig die Triebe mit den abgeblühten Blüten, damit sich
wieder neue bilden

Garten Urlaubsfest machen

Neben der Organisation eines Gießdienstes sollten Sie im Garten vor dem
in den Urlaub fahren keinesfalls Rasen mähen. Zu kurz geschnittene Halme
trocknen schneller aus, bei längeren bildet sich ein Bestandsklima aus.
Gießen Sie nochmal und bringen sie am besten vorher nochmals eine
Schicht Kompost aus und harken ihn ein. Kompost kann bis zur 4fachen
Wassermenge seines Trockenvolumens speichern. Wässern Sie ihn gut nach
dem Einharken und geben Sie dem Gras einen ordentlichen Wasservorrat mit.
Schneiden Sie Bäume und Sträucher zurück.
Entfernen Sie Blüten von Rosen, Dahlien, Weigelia, Sommerflieder und
ähnlichem, wenn Sie nicht da sind, brauchen die Zierpflanzen nicht Kraft
in die Blüten zu stecken (machen Sie das aber nur wenn sie mehr als 1
Woche unterwegs sind, wenn Sie länger als 3 Wochen unterwegs sind,
können sie auch Knospen reduzieren).

Balkonanbau

In Töpfen können Sie auch daheim auf dem Balkon nicht nur Tomaten und
Kräuter, sondern auch Kartoffeln anbauen. Wenn auf dem Balkon die
Tomaten schlecht Früchte ansetzen, dann sind sie zu hoch für Bienen (6.
Stock und aufwärts) und müssen selbst Hand anlegen. Entweder mit dem
Pinsel von Blüte zu blüte die Pollen übertragen oder mit Stimmgabel oder
elekrtrozahnbürste oder anderem vibrierenden Gerät an den Stiel mit den
Blüten halten und durch die vibration die Blüten zur Selbstbefruchtung
bringen (wenn es klappt rieselt ganz fein der Pollen aus den Blüten).
Wenn Sie Balkonkästen haben, schauen Sie nach Süßkartoffeln als
Zierelemente (gibt es mit grünem, grüngelben und rotem Laub). Da wachsen
meist bis zum Herbst eine oder mehr essbare Süßkartoffeln an deren Wurzeln.

Mauerbienen fördern

Mauerbienen sind Wildbienen ohne Schwarm. Sie haben verschiedene Formen
und Größen. Alle nisten in Löchern in Mauern oder Holzstämmen von
wenigen Millimeter Durchmesser. Sie können jetzt noch Nistgelegenheiten
bauen. Dazu einfach einen holzklotz oder eine Wand mit 3- 6,5 mm
durchmessenden Löchern versehen. Bieten Sie unterschiedliche Lochgrößen
an und steigern Sie die Größe vom kleinsten zum Größten in
0,5-mm-Schritten. Die Löcher sollten wenigstens  5 cm tief sein, können
aber auch nach hinten durchgängig durch den Holzklotz sein. Achten Sie
darauf, dass bei Holz keine Fasern oder Splitter in das Loch ragen, das
nutzen die Bienen sonst nicht.

Gießen mit unglasierten Tontöpfen

Wenn Sie selten im Garten sind oder keine Urlaubsvertretung haben,
können Sie die Pflanzen noch anders länger mit Wasser versorgen: Graben
Sie zwischen ihnen unglasierte Tontöpfe ein. Diese dürfen unten kein
Loch haben und benötigen einen Deckel (ggf großen glasierten Untersetzer
benutzen). Wenn ein Loch im Boden ist, schließen Sie es mit einem
Stopfen aus Wachs oder Silikon. Graben Sie den Topf/Krug ein, dass nur
noch der Deckel heraus schaut und gießen Sie Wasser in den Topf und ganz
wichtig, gießen sie ihn auch von außen an, damit der Boden direkt an den
Topf kommt, sonst funktioniert es nicht. Füllen sie nun Wasser in den
Tontopf, das diffundiert dann durch die beim Brennen entstandenen Poren
nach draußen in die Erde und versorgt Ihre Pflanzen. Decken Sie
anschlöießend auc den Deckel mit Erde ab. Der Topf sollte entsprechend
groß sein, um die Pflanzen zu versorgen, mit 2 Litern werden sie nicht
weit kommen. Es gibt fertige Tontöpfe als "Ollas" zu kaufen, diese sind
aber teuer. Sie können auch bei den Ton-Kunsthandwerkern in Dresden
fragen, ob die Ihnen solche Töpfe anfertigen können. Oder Sie basteln
diese selbst aus Blumentöpfen.

Braunfäulevorbereitung

Die Braunfäule ein bodenbürtiger Schadpilz (Phytophtora infestans) an
Kartoffeln und Tomaten tritt jedes Jahr um die gleiche Zeit auf: Mitte
Juli, dieses Jahr vielleicht sogar früher. durch die Anhaltende
Trockenheit hat der Pilz bisher keine Möglichkeit mit dem Spritzwasser
auf die Pflanzen zu kommen, es sei denn Sie gießen Schwungvoll oder mit
dem Schlauch. Da die Sporen des Pilzes mit Spritzwasser übertragen
werden, sind die besten Maßnhamen ein Dach um, wenn Regen kommt, diesen
und die damit verbundenen Tropfen und Spritzer von den Pflanzen fern zu
halten. Aber auch Mulchmaterialien helfen.
auch sollten sie die Blätter der Tomaten im unteren Bereich entfernen
und solche die zu Boden hängen einkürzen, damit Spritzer nicht auf diese
gelangen, denn auf den Blättern breitet sich die Krankheit weit stärker
aus, als auf dem Stiel. Entfernen Sie alle Blätter bis über dem ersten
Fruchtbüschel und wenn dieses abgeerntet ist die nächsten weiter nach oben.
Kontrollieren Sie die Pflanze auf Verbräunung der Blätter regelmäßig und
entfernen Sie die betroffenen Blatteile bis ins gesunde Blatt.

Stickstoffmangel bei Balkontomaten und anderen Balkonpflanzen

Wenn Sie billige Erde aus dem Baumarkt nehmen, kann es oft zu
Stickstoffmangel an den Pflanzen, vor allen an Starkzehrern wie Tomaten
kommen. Oft sind die unteren Blätter gelblich verfärbt und die Jungen
dunkelgrün, auch wächst die Pflanze schlecht. Bei vielen billigen Erden
sind die Nährstoffe nicht stabilisiert und nicht ausreichend vorhanden
und werden somit schnell ausgewaschen oder verbraucht.
Regelmäßige Düngung mit einem Flüssigdünger für Gemüse oder
Balkonpflanzen hilft hier. Oder Sie topfen sie noch einmal um und nehmen
Kompost statt Erde dazu, um die Nährstoffverluste auszugleichen.
Seien Sie vorsichtig mit torffreien Substraten aus Rinde oder Holz, oft
verrotten diese recht schnell und binden wie Rindenmulch in dieser Zeit
den Stickstoff.

Gießringe selbst basteln

Wenn Sie Plastiktöpfe von größeren Stauden oder Bäumen übrig haben,
können Sie daraus Gießringe erstellen, indem Sie den Boden entfernen und
die Seitenwand mit einer Gartenschere gezackt schneiden. Diesen können
Sie dann über eine Pflanze stülpen und am Boden mit einer hin und her
drehenden Bewegung etwas in die Erde einarbeiten. Ein Gießring
verhindert das oberflächliche Breitlaufen von Wasser und sorgt dafür,
dass mehr Wasser an die Wurzeln ihrer Pflanzen kommt und das Unkraut
daneben nicht so viel abbekommt. Auch die Schneckenkragen funktionieren
gut als Gießringe.

Mehltau an Phlox (Flammenblumen), Rosen und Chysanthemen

Verschiedene, oft angebaute Zierpflanzen haben oft Mehltau (weißer
mehliger, abwischbarer Belag an den Blättern). Echter Mehltau ist eine
Gruppe von gleich aussehenden Pilzen und oft wirtsspezifisch. Diese
Schadpilze schwächen die Pflanze, bringen sie aber nicht um. Echter
Mehltau tritt vermehrt bei Trockenheit auf. Wenn Sie mehltau haben,
müssen Sie damit rechnen, dass die Sorten anfällig sind. Normalerweise
können sie ihn ignorieren, wenn das Laub sie nicht stört. Falls doch
hilft wiederholter Einsatz von Ackerschachtelhalm-Aufguss
(Ackerschachtelhalm mit Kochendem Wasser aufgießen (Konzentration wie
bei Tee) und dann auf die betroffenen und noch nicht betroffenen Blätter
sprühen. Schachtelhalmaufguss hilft bei allen echten Mehltaupilzen,
außer bei Ritterspornmehltau und Gurkenmehltau (befällt auch Kürbisse
und Zucchini).
Neuere Züchtungen sind resistent gegen Mehltau, aber die Resistenz währt
nicht ewig, mit den Jahren bricht der Pilz die Resistenz (wie beim
Apfelschorf auch) und sie wird befallen. Im Garten merken Sie es, wenn
eine sonst unempfindliche Pflanze plötzlich krank wird und über die
Jahre krank bleibt.

Tulpenzwiebeln und Narzissenzwiebel aus der Erde nehmen - Roden

Die Zwiebeln von empfindlichen Frühjahrsblühern können Sie nun aus der
Erde nehmen, da die Pflanze eingezogen hat, wenn das Laub verwelkt ist.
Trockenen Sie sie nach dem Entnehmen an einem luftigen, trockenen, aber
nicht sonnigen Fleck in nur einer Lage Zwiebeln. Nutzen Sie das Roden,
um die Zwiebeln zu prüfen und kranke Zwiebeln zu entfernen, bevor sie
andere anstecken.
Legen Sie die Zwiebeln anschließend in maximal 2 Schichten in eine
flache Kiste und stellen Sie sie an einen trockenen Ort.
Durch das Regelmäßige entnehmen verhindern Sie, dass sich die
Blumenzwiebeln immer tiefer in die Erde ziehen und im Sommer werden sie
nicht von den Wühlmäusen angefressen. Auch können Sie so
Wechselbepflanzungen durchführen und überschüssige Tulpen abgeben.
Wenn sich kleine Seitenzwiebeln gebildet haben, so können sie getrennt
und separat eingepflanzt werden. So lassen sich diese Blumen vermehren.

Staudensamen und Samen von einjährigen Blumen abnehmen

Viele Stauden wie Mädchenauge oder auch Echinacea bilden im Anschluss an
die Blüte selbst Samen, die Sie entnehmen und entweder sofort oder im
kommenden Frühjahr wieder aussäen können. Sie können Sie auch ausfallen
lassen und die Jungpflanzen, die sich entwickeln später versetzen, aber
durch das Saatgut können Sie gezielter vorgehen.
Gießen sie sie aber bei dem Trockenen Wetter nicht an, denn wenn sie
erst einmal anfangen zu keimen, müssen sie Ständig feucht gehalten
werden, was bei diesem Wetter eher schwierig ist. Warten Sie auf
regnerischere Tage dafür.
Auch einjährige Blumen bilden viele Samen, die Sie sich für nächstes
Jahr aufheben können.
Lagern Sie die Samen in kleinen Papiertüten und beschriften Sie sie gut
und auch mit dem Jahr, denn sie sind nicht unbegrenzt haltbar.

Stalldung beschaffen

Für die Herbstkultur oder auch für den Frühjahrsabau können Sie jetzt
schon Stalldung (z.B. von Pferden, Kaninchen, Zier-Mäusen und
Zier-Ratten) beschaffen und im Garten kompostieren, dann haben Sie im
herbst oder Frühjahr weniger Zeitdruck und Konkurrenz.
Legen Sie den Stalldung immer in einer Miete aus und ziehen Sie nach je
20 - 30 cm Schichtdicke eine 5 cm dicke Kompostschicht dazwischen, damit
er gut und gleichmäßig verrottet. Decken sie ihn mit Laub oder
Grünschnitt ab, damit er nicht so austrocknet.

Ständig wurmstichige Äpfel ausbrechen

Wenn Sie unter den Apfelbäumen entlanggehen und Äpfel mit einem Bohrloch
oder braunem Wurmkot sehen, sollten Sie diese unbedingt auspflücken und
in einen Eimer mit Wasser werfen (dann ertrinkt der Wurm). Jeder Wurm
weniger ist ein Apfelwickler weniger und jedes Erwachsene weibliche Tier
kann 30 bis 60 Eier legen, das heißt jedes, was Sie vernichten sind
etliche gesunde Äpfel mehr.

Mückenbehälter

Entleeren Sie alle Wasserbehälter wie Eimer regelmäßig, damit sich
daraus keine Mückenbrutstätten entwickeln.

Tränken mit Wasser behalten

Gießen Sie regelmäßig Wasser in Vogel- und Insektentränken, damit die
Tiere nicht durstig und schwach werden. Vor allem Insektentränken sind
wichtig, da sonst die Wespen angriffslustig werden und bei diesem Wetter
selbst Marienkäfer anfangen Früchte des Wassers wegen anzufressen.