Bei Rutenkrankheiten Beeren zurückschneiden

Es sind pilzliche Rutenkrankheiten an den Brombeeren aufgetreten. Man erkennt sie an orangefarbenen oder lila Flecken sowie an abgestorbenen Stellen. Wer dies bei seinen Himbeeren oder Brombeeren ebenfalls entdeckt, sollte alle befallenen Teile entfernen und entsorgen. Zudem empfehle ich, in diesem Fall alle Him- und Brombeeren in der Umgebung vorbeugend mit Kalkmilch, Netzschwefel oder einem zugelassenen, systemischen Pilzbekämpfungsmittel einzusprühen.

Sind Herbsthimbeeren sehr stark von der Rutenkrankheit befallen, muss man die Triebe nach der Herbsternte komplett abschneiden. Dadurch verliert man zwar die Sommerernte, der Pilz wird in seiner Entwicklung aber unterbrochen.

Vorbeugend muss man darauf achten, lieber mittelstarke Ruten stehen zu lassen und die starken Ruten zu entfernen (v.a. bei Himbeeren). Zudem sollte man die Erde um die Beerensträucher mit einer dicken Mulchschicht bedecken, auf eine ausgeglichene Wasser- und Nährstoffversorgung achten und wenig kalken. Des Weiteren alle abgeernteten Ruten im Sommer bis zum Boden zurückschneiden, sowie keine befallenen Pflanzenteile einschleppen. Normalerweise reichen die genannten Maßnahmen aus, der Rutenkrankheit vorzubeugen und man braucht die Himbeeren nicht schon im Herbst abschneiden.

 

Kalium sorgt für Guten Geschmack von Gemüse

Wenn Gemüse – vor allem Salat – bitter schmeckt und Möhren nicht richtig süß werden, so ist dies oft auf einen Kaliummangel zurückzuführen. Dieser tritt vor allem auf, wenn das Gemüse im Sandboden wächst. Kaliumreiche Dünger sind Pferdemist, Beinwelljauche oder mineralische Dünger wie Kaliumsulfat. Auch eine gezielte Blattdüngung mit Gemüsevolldünger (enthält meist ausreichend Kalium) ist möglich. Der Dünger hilft schnell. Wenn man die Dosierungshinweise der Hersteller beachtet, kann eigentlich nichts schief gehen und auch nicht überdüngt werden. Im Übrigen sind auch die grünen Flecken am Ansatz von Tomaten ein Kaliummangel.

 

Jungpflanzen vereinzeln und nicht zu dicht setzen

In Gruppen ausgesäte Pflanzen muss man, wenn sich die ersten Blätter entfalten, vereinzeln. Bitte halten Sie sich an die Pflanzenabstände, die auf der Saatgutpackung angegeben sind, auch wenn Ihnen diese vielleicht überdimensioniert erscheinen. Mehr Pflanzen auf der gleichen Fläche bedeuten nicht automatisch mehr Ertrag. Es ist durch die hiesige Sonneneinstrahlung nur eine bestimmte Menge Biomasse pro Quadratmeter möglich. Setzt man die Pflanzen dichter, wird jede einzelne weniger Blätter und weniger Früchte bilden. Allerdings kann man mit dem Pflnazabstand auch gezielt Fruchtgrößen regulieren. Interessant ist das z.B. beim Anbau von Kohl. Wer kleinere Kohlköpfe haben möchte, der sollte die Pflanzen dichter zusammenpflanzen.

 

Nach Raritäten Ausschau halten

Viele Baumschulen bieten interessante Pflanzen an, die Abwechslung in den Garten und auf den Speiseplan bringen können: So sind jetzt beispielsweise Himbeeren mit gelben (,Fallgold‘, ,Golden Everest‘) oder schwarzen (,Black Jewel‘) Früchten im Angebot. Ebenso gibt es Fruchthartriegel, Rote Brombeeren (Japanische Weinbeere) oder auch Tayberries. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung aus Himbeere und Brombeere, die einen ganz eigenen Geschmack hat.

 

Frisch gepflanzte Obstbäume von Blüten befreien

Die neu gepflanzten Bäume versuchen all ihre Kraft in die Früchte zu stecken und wurzeln deshalb nicht gut ein und legen auch zu wenig Reserven für den Winter an. Manchmal sterben sie im darauffolgenden Winter oder wachsen die kommenden Jahre eher schlecht. Entfernen Sie deshalb die Blütenknospen durch Ausbrechen oder mit einer Schere. Verletzen Sie dabei nicht die Triebknospen, aus denen die Blüten kommen. Der verlorene Ertrag wird in den kommenden Jahren schnell wett gemacht. Im zweiten Standjahr kann es bei schlechtem Wuchs helfen, nochmals alle oder einen großen Teil der Blüten zu entfernen.

Denken Sie stets daran: nur aus 10 % der Blüten werden Früchte, die Sie ernten.