Hornissen und Wespen im Garten

Es tauchen immer mal wieder Wespen oder Hornissennester im Garten auf. Beide Arten gehören zu den Nützlingen, da sie Schadinsekten wie Weiße Fliege, Läuse und sogar Raupen jagen.

Hornissen sind wenig agressiv und bauen ihr Nest jedes Jahr woanders. Da sie unter Naturschutz stehen und zu den nützlichsten Insekten zur Insektenabwehr gehören, sollten Sie das Nest nur meiden (beim Vorbeigehen reicht ein Sicherheitsabstand von 1m) und abwarten bis sie wieder weg sind.

Bei Wespen ist die Gefahr eines Stiches zwar größer, aber wenn Sie vorsichtig damit umgehen, können Sie Wespennester im Garten belassen. Wenn Sie Erdwespen haben, sollten Sie die Stelle mit einem Stock und Absperrband markieren, aber Erdwespen sind meist friedlich - nur wenn Sie mit dem Rasenmäher oder anderen motorisierten Gerätschaften in die Nähe kommen oder wenn Sie den Bau fluten, werden Erdwespen aggressiv.

Bei anderen Wespen sollte man erst einmal nachsehen ob sie wie gewöhnliche Wespen aussehen - wenn sie größer oder anders gefärbt sind, kann sein, dass es eine seltene, schützenswerte Art ist, die man besser dem Umweltamt meldet.

 

 

Wespennester entfernen

Wespennester an der Laube umgibt man in den Morgenstunden (dann sind die Wespen träge) mit einem feinmaschigen Netz (vorsichtig mit stabilem Klebeband befestigen) und lässt nur nach oben eine Öffnung, damit startende Wespen nach oben umgeleitet werden, so dass man problemlos vorbeigehen kann. Die meisten Wespen reagieren auf Vorbeigehen weniger agressiv als wenn Sie die Laubentür krazend schließen oder etwas am Gebäude bauen oder einen Motor in der Nähe laufen lassen.

Sie können bei frei hängenden Nestern zu zweit einen Eimer darunter halten und dann vorsichtig eine dünne Platte so über den Eimer schieben, dass die Kante der Platte das Netz loskrazt und die Platte den Eimer verschließt, damit Sie nicht gestochen werden. Dies muss aber sehr schnell gehen, deswegen sollten Sie vorher ein paar „Trockenübungen“ machen. Die Wespen können dann problemlos umgesiedelt werden, wenn sie sich beruhigt haben. Öffnen Sie den Eimer wieder in den Morgenstunden und stellen Sie sicher, dass er bis dahin von Niemanden geöffnet wird.

 

Wespennester abtöten

Nur im äußersten Notfall durchführen!

Nehmen Sie einen Eimer und füllen Sie ihn teilweise mit einer 5%igen Seifen-Wasser-Mischung. Geben Sie eine solche Mischung auch in eine Sprühflasche und sprühen Sie damit stark in das Flugloch des Wespennestes. Nasse Wespen können nicht fliegen und unter dem Seifenfilm ersticken sie nach Sekunden. Sprühen Sie das ganze Nest ein, so lang bis das ganze Papiernest völlig durchweicht ist. Halten Sie den Eimer darunter und lösen Sie das Nest mit einem Messer, so dass es in den Eimer fällt. Verschließen Sie den Eimer und schütteln Sie ein paar mal.Warten Sie danach einen Tag, damit alle Wespen ertrunken sind. Schütteln sie vor dem Öffnen nochmals, um mögliche Überlebende zu töten oder wenigstens festzustellen, damit sie einem nicht beim Öffenen entgegen kommen.

 

Beifuß und andere Kräuter ernten

Jetzt ist Erntezeit für Beifuß. Dazu erntet man den Blütenstand als ganzes und hängt ihn zum Trocknen an einem kühlen, luftigen, nicht sonnigen Platz auf. Bei Beifuß müssen alle Blätter entfernt werden, da sie zwar wie die Blüten den verdauungsberuhigenden Wirkstoff, jedoch auch Bitterstoffe enthalten, die das Essen beeinträchtigen würden.

Bei anderen Kräutern wie Minze, Bohnenkraut, Thymian und Oregano ist es sinnvoll noch zu warten bis sie geblüht haben. Sie sind eine gute Bienenweide. Oft heißt es man solle Kräuter vor der Blüte ernten, da dann die Wirkstoffkonzentration am höchsten sei. Wirkstoffe der Kräuter sind Vitamine, ätherische Öle, Gerbstoffe und ähnliches, welche die Pflanze zum Schutz ausbildet. Im Garten machen 10 % Wirkstoffgehalt hin oder her wenig Unterschied, die meisten Geschmacksvariationen kommen eher von der Sorte als von der Blütenentwicklung. Außerdem ist der Wirkstoffgehalt während der gesamten Blüten- und Samenbildung sehr hoch, wer nach der Blüte erntet hat fast genauso viele Wirkstoffe wie vor der Blüte und nur den Arbeitsschritt des Entfernen des Blütenstands mehr. Dies mag in der Feldernte beim großflächigen Teeanbau viel ausmachen, aber im Garten ist es kaum der Rede wert.

 

Fingerhirse (Digitaria)

Dieses Wildgras mit einem fingerartig geteiltem Blütenstand macht vielen im Garten zu schaffen. Da es nicht tief wurzelt, ist es am besten es an der Basis zu packen und bei feuchtem Boden vorsichtig herauszuziehen oder bei trockenem herauszustechen. Achten Sie darauf, dass keine Teile verbleiben sonst treibt die Pflanze ein zweites Mal aus, bleibt dabei aber kleiner und flacher und im Beet weniger sichtbar. Dieser zweite Austrieb bringt dann seine Samen zur Reife und verursacht die Probleme im Folgejahr. Kontrollieren Sie deshalb vermeintlich saubere Beete auf Befall mit dieser Pflanze.

 

Gurkenpflanzen einkürzen oder umleiten

Eine Gurkenpflanze kann wenn sie das obere Ende des Gewächshauses erreicht hat eingekürzt oder umgeleitet werden. Beim Einkürzen werden die Seitentriebe aktiver und bringen dort neue Triebe und Gurken. Das ist jedoch meist zögerlicher. Besser ist es ein berites rundes Holz- oder Plastikstück an der oberen Befestigung anzubringen und die Ranke darüber zu legen und wieder nach unten zu leiten. Dieses Stück verhindert, dass die Ranke unter der Last der Gurken einknickt Die Gurken näher am Haupttrieb sind besser genährt und durch dieses zurückleiten wird die Pflanze nicht so dicht wie bei vielen Seitentrieben und hat dementsprechend auch weniger Gefahr von Befall mit falschen Mehltau und anderen feuchtigkeitsliebenden Pilzen. Reduzieren Sie die neuen Seitentriebe auf ein oder maximal zwei Blätter, damit es nicht so eng wird.

 

Tomaten entspitzen?

Häufig wird jetzt nach dem 5. oder 6. Blütenstand die Tomate entspitzt, damit sie die verbleibende Kraft dann in die sich noch entwickelnden Früchte steckt und nicht immer neue Blüten bildet, die im Herbst sowieso nichts werden.

Dies ist soweit richtig, allerdings bilden sich nach dem Entsprizen vermehrt Geiztriebe, selbst an den Stellen, wo sie entfernt wurden. Alternativ kann man die Spitze auch belassen und nur alle neu kommenden Blütenstände entfernen. Dann wachsen nicht so viele neue Geiztriebe im unteren Bereich und die Pflanze kann weiterhin neue Blätter bilden.

 

Erdbeeren pflanzen

Jetzt ist es ander Zeit die Erdbeeren auf eine neues Beet umzusiedeln. Dazu werden die schönsten an den Ausläufern der Pflanzen befindlichen Jungpflanzen abgeschnitten und in das neue Beet gesetzt. Es solten (von der Pflanze aus gezählt) nur die ersten zwei Jungpflanzen gewählt werden, da sie am kräftigsten sind. Die Verbindung zur Mutterpflanze wird abgschnitten und die Pflanzen vorsichtig, nicht zu tief in die Erde gepflanzt. Achten Sie darauf wenn Sie mehrere Sorten in einem Beet hatten, zu welchen Pflanzen die Ausläufer gehören, damit Sie sie wieder getrennt auspflanzen können. Die zu alten Pflanzen werden jetzt entfernt.
Sollten Sie noch keine freien Beete haben, können Sie die Jungpflanzen auch erstmal in Töpfe setzen, bis ein Beet frei wird.
Theoretisch müssten Sie jetzt zwei Erdbeerbeete im Garten haben: Eins vom letzten Jahr, was kommendes Jahr in den Höchstertrag kommt und das neue was Sie pflanzen. Das vom vorletzten Jahr wird jetzt von den Pflanzen befreit, denn es würde kommendes Jahr nicht mehr so gut tragen.

 

Regentonnenwasser riecht faulig

Wer sein Wasserauffangdach zu nahe an einer Fichte hat, dem wird auffallen, dass das Wasser durch die Nadeln faulig riecht. Dies kann man entweder durch reinigen des Fasses und befreien von den darin enthaltenen Nadeln rückgäng gemacht werden oder man nimmt etwas Gartenkalk (ca. eine Hand-Gartenschaufel pro 250 Liter), vermischt diesen mit Wasser und gibt ihn in das Fass. Dadurch wird der pH-Wert von dem sauren Bereich der Nadeln wieder ausgeglichen und im nun neutralen Wasser verrotten die Nadeln geruchslos.

Auch bei Pflanzenjauchen kann Kalk den Geruch erheblich reduzieren.

 

Mücken versenken

Allmählich gibt es wieder mehr Mücken und sie vermehren sich in allen Wasserbehältern von Eimern bis Wasserfässern. Pro Mücke werden 200 - 300 Eier auf die Wasseroberfläche abgelegt. Man darf also im Garten kein stehendes Wasser haben. Bei den Wasserfässern ist es etwas schwierig, aber dafür gibt es einen Trick: ein paar Tropfen biologisch abbaubare Seife ins Wasser geben um die Oberflächenspannung zu zerstören. Die Mücken landen normalerweise auf dem Wasser, um ihre Eier zu legen. Wenn die Oberflächenspannung zerstört ist, landen sie nicht, sondern versinken wie Steine und ertrinken.