Pillnitzer Apfeltag 2015

Am 10. Oktober 2015, 10 - 17 Uhr, in der Lohmener Str.10, 01326 Dresden, Tor 1, im Gewächshaus des JKI (ist ausgeschildert) findet wieder der Pillnitzer Apfeltag  statt.

Wenn Sie kosten wollen, welche Apfel-/Birnensorte Ihnen schmeckt es stehen über 80 Sorten zur Auswahl.

Wer gerne wissen will, welchen Apfel er im Garten hat, der muss mindestens 3, besser mehr sortentypische Äpfel mitbringen und kann sie für eine kleine Aufwandsentschädigung bestimmen lassen. Es gibt auch sonst viel Wissenswertes um Äpfel und neue Züchtungsergebnisse und Apfeltests.

 

Süßkartoffeln aus Garten und Balkonkästen

Je nach Lage in Dresden sind bei manchen Pflanzen erste Kälteschäden aufgetreten. Süßkartoffeln gehören häufig zu den ersten betroffenen im Beet. Warten Sie aber mit dem Ausgraben noch etwas bis mindestens 2/3 der Blätter betroffen sind. Jeder Tag zählt hier bei der Knollenbildung.

In Balkonkästen sind die Süßkartoffeln als rotlaubige öder grüngelblaubige Blattschmuckpflanzen in Verwendung. Wenn Sie Ihre Balkonkästen beräumen und keine Pflanzenschutzmittel angewandt haben, können Sie entstandene Knollen ruhig zum Kochen verwenden.

 

Heckenrückschnitt im Herbst

Ein Verjüngungschnitt an der Hecke ist jetzt gut möglich. Wie die Obstbäume, die das nicht tun sollen, reagiert die Hecke auf den Schnitt mit starkem Austrieb im Folgejahr, der Lücken wieder schließt. Achten Sie darauf, dass die Hecke oben schmaler ist, als unten, damit alle Stellen gut Licht bekommen.

Lichtarme Stellen an der Hecke verkahlen.

 

Mangold auf Frost vorbereiten

Um Mangold gut in den Winter zu bekommen, sollte die Basis der Jungtriebe leicht mit Erde abgedeckt werden, damit diese Basis bei Nachtfrösten keinen Schaden nimmt.

 

Paprika zu Hause nachreifen?

Während Tomaten beim Nachreifen keine Arome mehr entwickeln, bilden die Paprika sogar noch Zucker aus. Das Problem beim Nachreifen von Paprika zu Hause ist, dass sie runzelig und weich - aber nicht matschig werden. Selbst Früchte die noch keine Farbe gezeigt haben, werden langsam noch Rot oder Gelb.

Paprika können bis zum richtigen Frost geerntet werden. Eine Abdeckung mit Vlies oder Folie schützt vor den ersten kalten Nächten.

 

Physalis, Paprika und Melonenbirne überwintern

Viele probieren hin und wieder die Melonenbirne (Pepino, Solanum muricatum) im Garten aus, selten setzt sie dabei Früchte an. Wer sie überwintert, erhält im kommenden Jahr früheren Ertrag. Gleiches gilt für die Physalis (KIapstachelbeere/Andenbeere), die sonst erst im August mit Tragen anfängt, und auch für Paprika (Capsicum annuum). Zum Überwintern muss die Pflanze ausgegraben und getopft werden. Ich empfehle hierbei ein wenig Erde an der Wurzel zu lassen und den Rest mit Topfsubstrat aufzufüllen, damit Sie keine Schädlinge wie Schnecken aus dem Garten einschleppen. Schneiden Sie die oberen Pflanzenteile um 2/3 und die wurzel um 1/3 zurück. Verwenden Sie einen ausreichend großen Topf. Wie bei allen Überwinterungen: Stellen Sie sie hell, kühl (aber nicht unter 10°C) und gießen Sie selten. Stellen Sie sie nach dem Angießen erst einmal warm, bis das neue Wasser weitgehend aus dem Topf heraus ist und dann erst kühl.

 

Möhren/Pastinaken/Rote Bete/Schwarzwurzel/Knollensellerie ernten

Die Erntezeit für Wurzelgemüse beginnt. Viele haben mit den Möhren schon begonnen. Mit den Pastinaken, dem Knollensellerie und den anderen kann bis zu den ersten leichten Frösten gewartet werden.
Bei der Ernte hat sich die Grabegabel wie bei den Kartoffeln bewährt, da der Boden gelockert und aufgebrochen werden kann ohne viele Früchte zu verletzen.

Entfernen Sie nach der Ernte das Kraut durch Abdrehen oder besser Abschneiden. Waschen Sie sie nicht nach der Ernte, sonst faulen die Knollen beim Lagern. Bürsten Sie sie nur ab. Lagern lassen Sie sich am besten in einer Kiste Sand im Keller oder einem Kühlen Raum.

 

Kürbisernte

Der Kürbis ist erntereif, wenn der Stiel trocken ist. Die Lagerdauer hängt von der Sorte ab und variiert von einigen Wochen bei den weichschaligen Sorten wie Hokaido und Butternut bis zu über einem Jahr beim Feigenblattkürbis. Bei kühlem und regenreichem Wetter oder stärkeren Frost sofort den Kürbis abpflücken und an einem warmen Platz nachreifen lassen. Dann kühl und trocken lagern. Es sollte für eine gute Haltbarkeit möglichst viel Stiel an der Frucht verbleiben.

 

Zucchiniernte weiter beibehalten

Zucchinis lassen sich von den ersten kalten Nächten schrecken, sie bringen immer noch Früchte, aber das Wachstum verlangsamt sich und die Blätter nehmen Schaden. Wer noch nicht genug hat von diesen Früchten, kann die Ernteperiode mit einer Vlies- oder Folienabdeckung oder einem Minigewächshaus-Überbau verlängern. Ausgraben und ins Gewächshaus pflanzen hat keinen Sinn, bis die Pflanze sich umgewöhnt hat, ist es zu kalt. Da die Früchte aber sehr Frostempfindlich sind, ist eine stetige Ernte wichtig, da sonst der erste Frost die Früchte an der Pflanze beschädigt.

 

Minzernte einstellen wenn Blätter bitter

Ob Sie noch Minze ernten können lässt sich an den Blättern ablesen, viele Sorten werden irgendwann bitter oder bekommen ein bitteres Beiaroma, wenn das passiert, sollten Sie sie stehen lassen. Sonst bekommen Sie bitteren Tee.

 

Nicht winterharte Kräuter daheim überwintern

Nach den ersten kalten Nächten sollten Sie nicht winterharte Kräuter wie Staudenbasilikum (Ocinum tenuifolium), Süßkraut (Stevia) und Zitronenverbene (Aloysia citrodora) ausgraben und drinnen überwintern oder komplett abernten und im kommenden Jahr neu kaufen. Auch als Stecklinge lassen sich diese Überwintern. Die Zitronenverbene ist sehr empfindlich und ich kenne nur wenige, die es schaffen sie zu überwintern. Der Staudenbasilikum lässt sich sogar an einem hellen Wohnzimmerfenster überwintern und braucht es nicht so kühl.