Jetzt Malven im Garten aussäen

Die Stockmalve (Alcea rosea) – auch Bauern- oder Stockrose genannt – ist ein Malvengewächs, das eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Malven sind attraktive Sommerblüher. Man kann sie sogar als lockeren Sichtschutz verwenden. Stockrosen sind zweijährig (manche Sorten halten auch bis zu fünf Jahre durch). Der Spätsommer ist die richtige Zeit, um sie im Garten auszusäen. Wer bereits Stockrosen besitzt, lässt vorhandene Pflanzen abblühen und sich selbst aussäen. Zu empfehlen ist die Sorte ‚Nigra‘ mit ihren dunkelroten, fast schwarzen Blüten, denn sie ist kaum anfällig gegen Malvenrost.

 

Gegen Malvenrost spritzen ist Unsinn

Malvenrost – eine Pilzerkrankung – ist an gelb-roten Pusteln an den Laubblättern zu erkennen. Das sieht zwar nicht schön aus, der Schaden für die Pflanzen hält sich aber in Grenzen. Sie können die Blätter der von Malvenrost befallenen Pflanzen im Herbst getrost auf den Kompost werfen. Der Pilz überwintert zwar auf dem Laub, aber es fallen oft unbemerkt einige Blätter zu Boden und der Malvenrost kommt ohnehin wieder. Besser ist es, im Frühjahr die ersten befallenen Blätter zu entfernen und dort den Zyklus zu unterbrechen. Die Anwendung von Spritzmitteln ist Unsinn. Kosten und Nutzen stehen da in keinem Verhältnis.

 

Von Mehltau befallene Blätter entfernen

Im Herbst tritt vermehrt falscher und echter Mehltau an Gurken, Zucchini und Kürbis auf. Der Echte Mehltau ist am weißen, abwischbaren Belag auf der Blattoberseite zu erkennen. Um den Falschen Mehltau handelt es sich, wenn die Oberseite der Blätter gelb oder gelbfleckig wird und die Unterseite einen weiß-grauen, nicht abwischbaren Belag bekommt. Entfernen Sie befallene Blätter und vernichten Sie diese. So kann man die weitere Ausbreitung des Mehltaus etwas verzögern. Der Befall zu dieser Jahreszeit ist allerdings ein Zeichen des nahenden Winters und der Schwäche bzw. des Absterbens der Pflanzen. Entfernen Sie die oberirdischen Teile der Pflanze nach dem Ende der Ernteperiode lieber ganz und vernichten Sie diese, da der Pilz auf deren Resten überwintert.

 

Beete vorm Winter nicht gänzlich abräumen

Wer vor dem Winter seine Beete restlos abräumt und so kahl liegen lässt, tut seinem Gartenboden keinen Gefallen. Lassen Sie abgeerntete Pflanzen einfach auf den Beeten liegen. Ist der oberirdische Teil krank, können ja wenigstens die Wurzeln im Boden bleiben. Die Wurzeln behalten ihre Nährstoffe, fangen dann, wenn es wieder wärmer wird, an zu verrotten. Die dabei entstehende Wärme und die frei werdenden Nährstoffe unterstützen die neuen Pflanzen bei der Entwicklung. Zudem ist zu empfehlen, Zwischenfrüchte auf kahle Stellen zu säen, damit der Boden den Winter über abgedeckt ist. So vermeiden Sie Erosion und Auswaschung. Zudem können Nährstoffe zwischengespeichert werden.

Entfernen sollten sie allerdings Unkraut, um keine Samen reif werden zu lassen. Da der Kompost jetzt nur noch selten viel Wärme entwickelt, sollten Sie keine Samenunkräuter mehr auf ihn werfen. Es sei denn, Sie bringen darauf noch einmal eine mindestens 15 cm dicke Schicht Rasenschnitt auf. Diese erreicht immer bei der Verrottung eine Temperatur die ausreicht, die Unkrautsamen abzutöten.

 

Fruchtmumien von Obstbäumen entfernen

Entfernen Sie unbedingt Fruchtmumien aus Ihren Obstbäumen und entsorgen Sie diese im Restmüll. An den Fruchtmumien überwintert sonst die Fruchtfäule. Faules Obst und Fallobst dagegen können sie getrost auf den Kompost werfen. Das freut die Kompostwürmer ungemein und es gibt einen guten Kompost für das nächste Jahr. Obstmadenlarven überleben den Rotteprozess meist nicht, weil sie dort gefressen werden.

 

Herbsthimbeeren jetzt nicht abschneiden

Schneiden Sie Herbsthimbeeren nach der Ernte nicht zurück. Sie bringen sich sonst um zweite gute Ernte im Frühsommer.

 

Für süß-saures Kompott Kürbisse zeitig ernten

Kürbisse sind reif, wenn sie – wie Melonen - beim Anklopfen hohl klingen. Alternativ kann man sich am Fruchtstiel orientieren: Wird er gelb, ist Erntezeit. Wer süß-saures Kürbiskompott mag, sollte die Früchte aber etwas zeitiger ernten, dann ist das Fleisch noch etwas fester. Empfehlen kann ich den Feigenblattkürbis und ‚Citrouille de Touraine‘. Diese Sorten werden zu Unrecht als „Futterkürbis“ abgestempelt. Sie haben ein hervorragendes festes Fleisch, sind lange haltbar und ergeben ein prima Kompott.