Quittenernte

Die Quitten sind wie alles Kernobst bei Kippprobe reif. Also wenn sie beim nach oben Kippen sich vom Ast lösen. 
Kontrollieren Sie die Früchte nach Einstichen, denn es gibt Schädlinge, die die Quitte befallen und dann wird das Fleisch braun und unbrauchbar. Wenn Sie sie schnell danach verarbeiten, können Sie sie auch im Garten schon aufschneiden und Aussortieren. Ein sauberer Eimer mit Zitronenwasser ist optimal zum lagern, denn der Zitronensaft im Wasser (sollte zu schmecken sein) verhindert, dass Schnittstellen braun werden. 
Rauhe bis leicht eingefallene, braune bis schwarze Stellen an der Rinde sind meist ein oberflächlicher Schorfpilz und können mit verwendet werden. Das hat keinen Einfluss auf den Geschmack. 
Aus den Quitten können Sie Saft, Gelee, Marmelade, Quittenbrot und vieles mehr machen. 
Allerdings sind die Quitten anfangs so hart, dass sie am besten sehr dünn geschnitten werden müssen oder besser gekocht werden.

Quittenbrot

Wenn Sie Quittengelee herstellen bleiben die ausgekochten Quittenstücke übrig. Diese können sie nun leicht Schälen, vom Kernhaus befreien und pürieren. Diese Masse streichen Sie 0,5 -1,0 cm dick auf ein Blech und trocknen es im Ofen bei 50 °C mit einem in der Tür klemmenden Holzlöffel. Da in den Quitten viele Festbestandteile sind, ist das übrige feste Quittenbrot fast genauso dick wie die Masse zuvor und in Stücke geschnitten, in Stärke oder Zucker gewälzt, eine tolle Süßigkeit. 

Kräuter für die Wohnung ausgraben

Sommerkräuter wie Zitronenverbene (Aloysia citrodora), Stevia, Zitronengras, Aztekisches Süßkraut, Lakritz-Tagetes (Tagetes filifolia) Wasserpfeffer (Persicaria hydropiper), Vietnamesischer Koriander (Persicaria odorata) und viele andere sind nicht winterhart. Sie sollten jetzt ausgegraben und in Töpfe in die Wohnung oder den Hausflur gestellt werden, damit sie nicht draußen erfrieren. 
Leider brauchen viele dieser Pflanzen viel Licht und gehen in warmen Zimmern ein, da Pflanzen Licht in Abhängigkeit von der Temperatur brauchen. Ein kühler Raum ist bei wenig Licht besser als ein warmer und selbst das Südfenster hat im Winter für viele Pflanzen wenig Licht, andere Fenster oft zu wenig.
Deswegen eignen sich kühle, aber frostfreie Treppenhäuser so gut. 
Sie können Auch gut Chilipflanzen und noch tragende Paprika nach drinnen holen. 
Minze ist auch gut, die ist zwar winterhart aber sie kommt in der Wohnung gut klar und frische Minze schmeckt einfach besser. 
Wer große Topfpflanzen hat und keinen Platz, es gibt auch Gärtner, die Pflanzen im Gewächshaus überwintern. Oft kostet das nicht viel. 

Kohlweißling-Raupen an Grünkohl prüfen

Durch das veränderte Wetter dieses Jahr gibt es eine sehr späte Kohlweißlingsgeneration. Prüfen Sie Grünkohl und Schwarzkohl und andere Kohlpflanzen auf Raupen. Die warmen Tage aktivieren die Raupen nochmal und sie fressen richtig schnell. Sammel Sie die Raupen ab oder sprühen Sie die Pflanzen mit 5%igem Seifenwasser stark ein. Das Seifenwasser verschließt die Atemöffnungen und hilft bei allen Insekten, die es vollständig einweicht.   
   

Kohlrüben und anderes Knollengemüse so lang wie möglich in der Erde lassen

Kohlrüben setzen immer noch Masse an. Erst wenn Bodenfröste drohen, müssen sie aus dem Boden. Dabei muss darauf geachtet werden, bei trockenem Wetter zu ernten, denn nass geerntete Rüben faulen schnell. 
Das gilt auch für Möhren, Pastinaken und andere Knollen. 

Möhren, Rüben & Co in der Erdmiete lagern

Sie können, wenn sie keinen kühlen Keller haben, wie früher Gemüse in der Erdmiete lagern. Dazu 10 - 15 cm tief und 40 - 60 cm breit ein längliches Loch ausheben, es mit Wühlmausschutzdraht (Maschenweite < 13mm) auskleiden, dann die Möhren nach oben verjüngend einlegen und den Draht herum schlagen. Dann darauf eine Schicht aus Stroh, Heu oder trockenen Rasenschnitt legen und dann die ausgehobene Erde darauf verteilen. 
Dort lassen sich die Knollen bis in den Januar hinein lagern und regelmäßig entnehmen, erst bei anstehenden starken Frösten muss die Miete aufgelöst werden. 

Mangold anhäufeln

Schütten Sie Erde dammförmig an den Mangold, so dass die Blattstiele nicht mehr zu sehen sind. Dieser Schutz aus Erde schützt die kleinen Jungblätter vor der Kälte und die Pflanzen überstehen gut den Winter. Wenn Frost bis an die zentrale Knospe kommt, stirbt sonst oft die Pflanze ab. 

Meerrettich ernten

Der Meerrettich sollte vorsichtig freigelegt und mit allen Seitenwurzeln entfernt werden. Geschieht das nicht, werden alle verbliebenen Wurzelstücke austreiben und sich zu einem nervigen Unkraut entwickeln. Die Wurzeln können im Keller oder in der Erdmiete bis zum Verarbeiten zwischengelagert werden. 

Rettichernte erst spät

Rettiche, die zu zeitig geerntet werden, halten nicht lang. Ernten Sie jetzt nur was sie verbrauchen und erst wenn Boden-Fröste bevorstehen, die Knollen für die Winterlagerung. 

Austrocknen bei Sellerieernte vermeiden

Sellerielaub kann sehr schnell Wasser verlieren. Deswegen sollten Sie vor oder während der Ernte immer gleich das Laub abbrechen (nicht schneiden) und nur die Herzblätter (innen) stehen lassen. Die Wurzeln werden bis auf 2 - 3 cm abgeschnitten. Achten Sie darauf die Knollen nicht zu verletzen. 
Dann kommen die Knollen in einen feuchten Keller oder wenn der Keller Trocken ist, in Kisten mit feuchtem Sand, so dass sie sich noch etwas feuchte holen können.
Sollten die Knollen bei Ernte oder beim Einlagern austrocknen, werden sie holzig, verlieren viel Geschmack und faulen leichter. 

Tomaten mit Äpfeln nachreifen

Tomaten reifen schneller nach, wenn sie zusammen mit einem Apfel in einer Schale liegen, denn der gibt sehr viel Reifehormone über die Schale ab und diese sind schwerer als Luft und bleiben so in der Schale. 
 Gut für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 18 und 25 °C, dann setzen sie auch noch gut Geschmack an. Kühler nachgereifte Früchte schmecken nicht so gut. 
Ernten Sie sie draußen und reifen Sie sie noch etwas in der warmen Wohnung nach, meist sind sie dann besser als jetzt draußen gereifte Früchte. 

Inkagurken weiter ernten

Die Inkagurken (Cyclanthera pedata) bringen immernoch gut Jungfrüchte. Diese Stacheligen Früchte sind besser im Geschmack, wenn sie kleiner sind, wenn sie groß und Weiß sind, ist der Geschmack noch gut, aber die Konsistenz wird strohig, ernten Sie Sie deshalb regelmäßig. 
Heben Sie sich nur einige für Samen auf. 

Winterschutz für Mittelmeerkräuter

Thymian, Rosmarin, Salbei und andere Mittelmeerkräuter brauchen Schutz vor dem Frost, aber besonders vor kaltem Wind und der Wintersonne, die sie austrocknet, während der gefrorene Boden kein Wasser nachliefert. Nach der Ernte sollten die Trieb mit einer doppelten Schicht aus Reißig oder Reißig und Laub abgedeckt werden. Es sollte noch etwas Licht hindurch kommen.

Austernseitlinge erscheinen im Oktober an den Pilzstämmen

Sie können nun mit der Ernte rechnen - prüfen Sie die beimpften Stämme. Wenn noch nichts erscheint, ist es noch zu warm, der Pilz braucht vorübergehend kühle Temperaturen zum Austrieb. 
Wenn der Austrieb beginnt, können Sie die Stämme auch ins Gewächshaus stellen, dadurch verlängert sich die Erntezeit bis Dezember.