unbedingt Gießen

Schauen Sie sich ihre Pflanzen genau an. Die Empfindlichsten müssen ausreichend gegossen werden, um das Überleben zu sichern. Ein guter Zeitpunkt zum Gießen ist abends, da dann das Wasser von der Pflanze über mehrere Stunden hinweg aufgenommen werden kann. Wenn Sie morgen Gießen, verlieren die Pflanze und der Boden sofort einen Teil des Wassers durch Verdunstung. Decken Sie den Boden soweit es geht mit Mulch ab, um die Verdunstung zu reduzieren.

 

Rückschnitt zum Schutz der Pflanzen bei Trockenheit

Momentan macht der trockene Wind sehr viel Schaden, indem er vor allem Blätter ausdürrt. Bei jungen Bäumen, Stauden und fruchttragenden Stäuchern, ist ein Rückschnitt zusätzlich zum Gießen sinnvoll. Schauen Sie sich Ihre Gehölze und Stauden an, was sehr unter der Trockenheit leidet, sollte einen größernen Teil Blattmasse verlieren, damit die Verdunstungsfläche reduziert wird. Bei Beerensträuchern sind vor allem Brombeeren von der Trockenheit stark betroffen. Oft werden die Beeren hart und ungenießbar. Es ist besser die alten Ruten stark zu reduzieren oder ganz zu entfernen, damit die Pflanze nicht zu viel Kraft in die Früchte steckt und auch damit weniger Wasser verdunstet wird. Gleiches gilt für noch junge Bäume, Bäume mit verstärktem Fruchtbehang und Obst mit durch den Wassermangel ausgehärteten Früchten. Auch vertrocknende Hecken lassen sich so schützen. Allerdings sollten Sie sofort nach dem Rückschnitt alle Wunden mit Baumwachs verschließen, damit dort nicht noch mehr Wasser verloren geht - eine Tube macht sich da praktisch. Weiterhin gießen sollten Sie trotzdem, aber der Rückschnitt sorgt für einen größeren Erfolg Ihrer Bemühungen.

Bei Johannisbeeren und ähnlichen Pflanzen ist nur ein entfernen der älteren Ruten Sinnvoll und ein leichtes Einkürzen der jungen, da diese sonst im kommenden Jahr nicht tragen. Es sollte statt dessen vermehrt gegossen werden.

 

Hut aufsetzen, nicht in der Sonne arbeiten

Auch wenn alles welkt und nichts vorangeht im Garten, dürfen Sie in der Hitze nicht arbeiten, da Sie sonst einen Sonnenstich oder Hitzschlag erleiden können, was im schlimmsten Fall zum Tod führt. Lassen Sie lieber den Garten verunkrauten, als das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. Trinken Sie auch abends genug bei der Gartenarbeit. Sollten Sie so viel Schwitzen, dass Sie nicht auf die Toilette brauchen, ist das ein wichtiges Zeichen, dass Sie zu wenig trinken.

 

Gießen mit Leitungswasser?

Es kann sinnvoll sein, seine Wasserbehälter vorübergehend mit Leitungswasser aufzufüllen, damit neu gepflanzte und empfindliche Pflanzen nicht vertrocknen. Allerdings ist auf Warnungen der Wasserversorger zu achten, damit bei längerer Tockenheit nicht die Trinkwasserreserven durch Gießen beeinträchtigt werden.

Vor allem ist eine gezielte Überlegung sinnvoll: 1 m³ Wasser (100x 10-Liter-Gießkannen) kostet je nach Versorger um die 8 €, was kosten Ihre Pflanzen bei Neukauf, wenn Sie sie statt dessen vertrocknen lassen? Was ist der emotionale Wert der Pflanzen?

 

Was tun wenn Früchte an Baum aushärten?

Früchte von Pflaume, Aprikose, Nektarine oder Pfirsich bleiben klein und hart bei der Trockenheit- was tun?

Wenn die Früchte klein unt hart bleiben, liegt das an starkem Wassermangel. Ein Eimer Wasser oder eine Gießkanne voll sind zu wenig für einen Obstbaum. Ich rate Ihnen, den Gartenschlauch einfach 15 Minuten an den Baum zu legen. Denn gerade jetzt in der heißen Jahreszeit braucht der Baum viel Wasser. Führen Sie eine solche starke Bewässerung ein bis zweimal die Woche durch.

Sie können den Baum unterstützen, indem sie die Früchte entfernen und die Äste zurückschneiden.

 

Richtig abflammen

Die Trockenheit und Hitze sind für ein Abflammen von Unkraut ideal. Der Aufgeheizte Boden unterstützt die Bemühungen die Pflanzen zu töten. Sie müssen nicht die Pflanze verkohlen, einige gezielte Feuerstöße reichen aus, um das Eiweiß zu zerstören. Testen Sie es an ein paar Pflanzen. Wenn sie kurz danach die Blätter drücken können und diese matschig sind bzw. bei leichtem Drücken ein Fingerabdruck zurückbleibt, war das Abflammen erfolgreich. Führen Sie die Maßnahme zur eigenen Sicherheit am späten Nachmittag durch und tragen Sie einen Hut als Sonnenschutz. Eine Haube für die Flamme, die Hitzeabstrahlung nach oben verhindert, hilft Gas zu sparen.

 

Weiße Fliege im Gewächshaus

Legen Sie eine dicke Schicht Mulch aus und gießen diese. Dabei entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese veträgt die Weiße Fliege nicht und sie wird sich nicht mehr so schnell vermehren.

Mit Schmierseife sollten Sie alle drei bis vier Tage spritzen und das wenigstens dreimal wiederholen, um auch alle zu erwischen. Wichtig ist, dass sie dabei die Blattunterseiten benetzen, denn dort sitzen die Tiere vornehmlich.

Bei den "Biologischen" Mitteln ist Neem zu empfehlen, da dies an den Blättern verbleibt und auch über einen längeren Zeitraum die Tiere vergiftet. Achten Sie aber darauf die Früchte bei Einsatz eines solchen Mittels gut zu waschen, bevor Sie sie essen. Bei Seife ist die Gefahr hingegen gering.

 

Enzian wird stellenweise braun

Einige Enzianpflanzen sterben in kleinen oder größeren Gruppen im Beet, während andere Enzianpflanzen daneben unverändert bleiben. Dieses Schadbild wird durch einen Pilz verursacht. Entfernen Sie schnell die angrenzenden, gesunden Enzianpflanzen, lassen sie die Pflanzen in der Übergangszone zurück. Setzen Sie diese Pflanzen an eine neue, etwas entfernte Stelle im Garten.

Entfernen Sie anschließend die übrigen Pflanzen und entsorgen Sie sie im Restmüll. Reinigen Sie die verwendeten Geräte mit kochendem Wasser und Seife, damit Sie den Pilz nicht mit den Werkzeugen verschleppen. Setzen Sie an die Stelle keine mit dem Enzian verwandten Pflanzen für die nächsten 6 bis 10 Jahre.

 

Asiatische (essbare) Kermesbeere (Phytolacca acinosa)

Diese Staude wird durch Vögel, die die Beeren fressen, breitgetragen. Sie ist wie Rhabarber nur gering giftig.

Die jungen Blätter können in kleinen Mengen als Salat gegessen werden.
Gleiches gilt für die reifen Früchte. Diese haben ein rauchiges Kakao-Aroma, aber leider viele Kerne.

Die Kermesbeere ist eine schöne Staude. Sowohl Blüren als auch Früchte sind sehr dekorativ. Sie bleibt auch dauerhaft an der Stelle stehen, Sie sollten Sie nur nicht aussamen lassen. Wenn Sie sie aber aus Ihrem Garten entfernen möchten, müssen Sie die Pflanze mit einem Spaten ausstechen.

Es muss nur aufgepasst werden die essbare Kermesbeere mit ihren aufrechten Blüten und Fruchtständen nicht mit der giftigen Kermesbeere (Phytolacca americana) mit ihren hängenden Blütenständen zu verwechseln.

 

Amerikanische (giftige) Kermesbeere (Phytolacca americana)

Die Amerikanische Kermesbeere ist ein noch wenig verbreitetes Wildkraut der Gruppe der Kermesbeeren. Im Gegensatz zur asiatischen (essbaren) Kermesbeere (Phytolacca acinosa) ist diese giftig. Sie lassen sich aber an den deutlich kleineren, kürzeren, hängenden Blüten- und Fruchtständen gut von der Asiatischen Kermesbeere unterscheiden.

Die Amerikanische Kermesbeere ist auch im Jugendstadium der Blätter und an den reifen Früchten giftg und darf nicht verzehrt werden.

Ihr ausladender Wuchs sieht schnell kränklich aus, da Blätter im unteren Bereich der Pflanze dem Wohl der oberen geopfert werden und somit vergilben, daher ist das Behalten im Garten nicht unbedingt anzuraten.
Sie wird hauptsächlich von Vögeln verbreitet.