Kirschessigfliege im Stadtgebiet aufgetaucht

In Dresden-Reik ist an Brombeeren und an Wein die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) bzw. ihre Maden aufgetreten. Dieser neue aus Asien eingeschleppte Schädling war bisher meist in den westlicheren und südlicheren Bundesländern gesischtet worden, scheint aber durch den warmen Winter auch bei uns Fuß gefasst zu haben. Den Namen hat der Schädling, da er oft Kirschen befällt und da er Hefepilze verbreitet, die den Zucker der Früchte zu Essig zersetzen. Leider befällt sie alles weichschalige Obst, also Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen, Wein, Him-, Brom-, Johannis-, Stachel-, Maul-, Heidel- und Erdbeeren, aber auch Hartriegel, Hollunder und Melonen. Auch Äpfel und Nashi-Birnen aber nur bei beschädigter Schale. Erkennen lässt sich die Fliege recht gut, denn sie ist mit 2 - 3,5 mm recht groß. Ihr Körper ist gelb bis orange-braun gefärbt dunklerem Bauch. Sie hat rote Augen. Nur das Männchen hat einen deutlichen dunklen Fleck nahe der Spitze von jedem Flügels. Das Weibchen hat einen gezähnten Eiablageapparat, der aber ohne Vergrößerung nur schwer zu erkennen ist. Die Eier könne in oder an die Frucht gelegt werden und schädigen sie in beiden Fällen. Da die Fliege keine Hauptflugzeit hat, sondern bis zu 15 Generationen pro Jahr zu stande bringt, kann sie von einer Frucht zur anderen wechseln. Auch die vor der Kirschfruchtfliege bisher sicheren, zeitigen Kirschsorten sind in Gefahr. Mittel dagegen gibt es noch keine für den Hobbyanbau und auch beim Profianbau sind sie Mangelware. Momentan sind Netze und das ignorieren der Maden die einzige Lösung. Besonders gefährdet sind spätere Früchte wie Wein, Brombeeren oder Herbsthimbeeren, da der Winter die Tiere meist stark dezimiert und sich eine dichte Population erst mit fortschreiten des Jahres entwickelt.

 

Walnussbaum schneiden

Die beste Zeit zum Schneiden bei Walnuss ist noch vor der Blüte im Frühjahr beim Knospenschwellen - zumindest bei alten, starkwüchsigen Bäumen, ein Sommerschnitt ist immer möglich. Ein Schnitt außerhalb der Vegetationszeit ist nicht angeraten, da dieser auch hier die Schosserbildung fördert.

Probieren Sie, um den unteren Stamm einen Draht zu binden, das mindert das Wachstum und erhöht den Fruchtansatz, der Fachbegriff ist aber etwas gewöhnungsbedürftig "Stangulieren". Alternativ können siue den Stamm auch "Ringeln" (einen mehrere Zentimeter breiten Teil der Rinde um den Stamm entfernen), aber lassen Sie als Laie ein oder zwei Rindebrücken übrig, damit die Krone weiterhin mit Saft versorgt wird.

 

Stauden im Herbst zurückschneiden?

Sie brauchen die Stauden wie Pfingstrose (Paeonia) im Herbst nicht zurückschneiden. Das alte Laub bildet eine natürliche Mulchschicht und schützt so den Wurzelbereich, es bietet allehand Insekten ein Winterquartier und gibt beim Verrotten den Pflanzen Nährstoffe zurück.

 

Magnolien schneiden

Im Sommer können Sie die Magnolie immer auslichten. Schneiden Sie keinesfalls im Herbst oder Winter, da dort heilen die Wunden schlecht und der Neuaustrieb ist schwer kalkulierbar. Den Schnitt wird die Pflanze Ihnen wahrscheinlich übel nehmen und 1-3 Jahre wenig blühen. Je öfters sie schneiden, desto weniger nimmt die Pflanzen Ihnen den Schnitt übel, denn sie gewöhnt sich daran.

 

Rosen in andere Gegend umpflanzen

Graben Sie die Rose im Herbst nach dem Laubverlust aus. Stechen Sie sie dabei großzügig aus und stecken Sie sie mit Erde einem Teil der Erde (enthält oft wichtige Mikroorganismen) in einen Jutesack. Schneiden Sie sie zurück und versiegeln die im Herbst schlecht heilenden Schnittwunden mit Baumwachs. Setzen Sie sie am neuen Standort ein und schlämmen Sie sie gut ein (Einschlämmen = Angießen mit viel Wasser, um Bodenschluss herzustellen). Gießen Sie die Pflanze im Winter ab und zu, damit sie nicht vertrocknet. Wenn der neue Standort Sandboden hat, führen Sie den Vorgang im besser im Spätwinter (Ende Februar) bei wenig Frost durch.

 

Canna richtig überwintern

Nehmen Sie die Rhizome (Verdickungen im Wurzelbereich) spätestens nach dem ersten Nachtfrost aus der Erde. Achten Sie dabei darauf diese großräumig auszugraben und erst danach einen Teil der Erde zu entfernen, damit Sie nicht die dünnen Jungtriebe in der Erde lassen. Kranke und beschädigte Triebe können nun schon entfernt werden (oder man wartet bis zum Frühjahr). Danach werden die Blätter abgeschnitten und die Pflanzen ins dunkle, kühle (6 - 10 °C), aber frostfreie Winterquartier gebracht. Dort am besten in einen Karton geben und mit leicht feuchtem Sand oder Torf abdecken. Achten Sie darauf, dass die Knospen möglichst nach oben zeigen.

Sie können die Rhizome vor dem Einlagern mit Wasser abwaschen, aber danach müssen sie vorsichtig getrocknet werden, damit sie nicht faulen. 

 

 

braune,m faltige Pilze unter ehemaliger Walnuss

Diese Pilze zersetzen die Walnussbaumwurzeln im Boden, sie sind nicht genießbar aber auch nicht gefährlich. Sie werden Jahr um Jahr wachsen, bis das gesamte Holz zersetzt ist. Wenn die Pilze nicht mehr kommen, können Sie sich sicher sein, dass auch die meisten Wurzeln weg sind.

 

Fruchtmumien entfernen aber trotzdem faules Obst auf den Kompost werfen?

Die Früchte mit Monilia (Faulobst mit orangen Faulstellen und weißen Punkten) können Sie abgedeckt auf den Kompost geben. Die Komposthitze tötet den Pilz ab. Wichtig ist nur, dass Sie die Fruchtmumien aus dem Baum entfernen und Früchte am Boden auflesen. Die Monilia Fruchtfäule kann auch aus der Monilia Trieb- und Spitzendürre entstehen, deshalb ist ein Vorgehen dagegen wichtig. Allerdings ist der Frucht-Befall fast immer sekundär, meit geht eine Fruchtbeschädigung durch Maden oder ähnliches voraus. Diese zu bekämpfen hat deshalb Priorität.