Hartes Laub fermentieren für bessere Verrottung

Laub von Eiche, Buche, Walnuss, Magnolie und ähnlich Bäumen verrottet sehr langsam. Es gibt Möglichkeiten damit umzugehen. In kleinen Mengen kommt es mit in den Kompost und wird einfach für ein paar Jahre mit umgesetzt. Wen das Laub da aber stört, der kann an einem schattigen Ort einen separaten Haufen damit anfangen und beim Anlegen ein paar Schaufeln reifen Kompost mit einstreuen, jedes Jahr einen neuen anlegen und den liegen lassen. Das Laub braucht 3 - 5 Jahre Ruhe und bildet in der Zeit einen wunderbaren Laubkompost. Wer nicht so viel Laub oder es eilig hat, der kann das Laub wie Sauerkraut fermentieren. Dazu wird das Laub in ein Gefäß (Plastiksäcke eignen sich gut, aber auch Wannen oder Fässer) gefüllt, mit Wasser gemischt, so dass es schön durchweicht ist und dann wird das Gefäß für einige Wochen geschlossen. Nach 6 - 8 Wochen Ruhe kann das Laub entnommen und normal kompostiert werden. Es ist dann leichter verrottbar und auch frei von tierischen Schädlingen und den meisten Krankheiten. Ideal ist die Methode um das Laub von Kastanie zu behandeln und die enthaltenen Miniermottenlarven abzutöten. Sollte die Mischung Gären (Sack bläht sich auf) ist das nicht so schlimm, dann müssen Sie nur eine Entlüftungsöffnung schaffen, denn ein Abtötungs- und Zersetzungsprozess tritt auch so ein.

Kastanienlaub sammeln, um Miniermottenbefall zu verhindern

Die Kastanienminiermotte überwintert in altem Kastanienlaub in dem sie gelebt hat und auch in Stücken davon. Deswegen ist es wichtig das Laub ab dem beginnenden Laubfall regelmäßig gesammelt und entsorgt wird, ob Sie dabei die Biotonne nutzen oder das Laub in einem Wasserfass mit Wasser wie oben beschrieben von den Schädlingen befreien, bleibt Ihnen überlassen. Nur Schreddern sollten Sie es nicht, da Sie sonst die Kokons mit den Larven mit den Laubkrümeln im Garten verbreiten.

Kräuter Ernten

Jetzt ist der letzte sinnvolle Zeitpunkt Kräuter zu ernten, denn bald ist die Wirkstoffkonzentration nur noch sehr gering. Schneiden Sie aber maximal zwei Drittel der Blattmasse ab. Lassen Sie den Rest der Pflanze, damit sie noch Nährstoffe für den Winter in die Wurzeln lagern kann. Trocknen Sie die Kräuter an einem kühlen, trockenen Ort, gut geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitze, denn beides zerstört wichtige Aromen und Wirkstoffe. Nach dem Trocknen ist es am besten die Kräuter in Gläsern zu lagern, da so der Wirkstoffverlust am geringsten ist.

Gelee, Obst-Gummi, Trocknung, Saft

Jetzt fällt viel Fallobst an und auch die Haupternte ist im vollen Gange. Oft wird ja von den Früchten Saft gemacht, ob im großen Stil an einer mobilen Saftpresse oder in kleinen Mengen daheim. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten das Obst gut zu verarbeiten. Neben der Marmeladen-Verarbeitung können Sie auch Gelee auskochen. Der Vorteil dabei ist die übrige Fruchtmasse. Diese können sie wie beim Quitten-Brot erst noch etwas einkochen, dann auf einem Backblech 0,5 - 1 cm dick verstreichen und für mehrere Tage an einem warmen Ort trocknen oder bei 70 °C im Backofen für ein paar Stunden mit leicht geöffneter Ofentür eintrocknen. Das Mus bekommt dann eine Gummiartige Konsistenz und kann in Stücke geschnitten gelagert und wie Süßigkeiten gegessen werden. Ideal für Kinder.

Düngung einstellen

Es wird Herbst, stellen Sie deshalb die Düngung ein, denn die Pflanzen brauchen jetzt kaum mehr neue Nährstoffe, weil das Wachstum mit den sinkenden Temperaturen langsamer wird. Gleichzeitig würden sich hohe Konzentrationen an Stickstoff schlecht auf die Frosthärte auswirken. Sie können in sehr schweren Böden noch organische Düngung wie Mistkompost unter die Erde bringen, aber im Sandboden sollten Sie das lassen, weil Sie so nur das Grundwasser düngen, aber die Nährstoffe im folgenden Jahr den Pflanzen fehlen.

Bohnen getrocknet ernten

Während die Stangenbohnen oft im grünen Zustand geerntet und sofort verarbeitet werden, können Prunkbohnen nicht nur grün, sondern auch getrocknet geerntet werden. Die trocknen Schoten der Bohnen werden von der Pflanze entfernt und dann werden die Samen aus den Schoten entfernt. Stellen Sie sich daneben einen Eimer halbvoll mit Wasser und werfen Sie alle kranken oder mit Maden befallenen Bohnen und auch die Schoten dort hinein, um die Schädlinge sicher abzutöten. Nach ein paar Tagen kippen Sie das Wasser samt Inhalt auf den Kompost. Die guten Bohnen sammeln Sie in einer Papiertüte und lagern sie an einem kühlen, trockene Ort. Wie alle Trockenbohnen müssen Sie sie vor der Verarbeitung einige Stunden (am besten über Nacht) im Wasserbad quellen.