Kohlfliege austricksen.

Wer Probleme mit Kohlfliegen hat (z.B. Maden im Stängel der Kohlpflanze oder wurmstichigen Kohlrabi), der sollte dem Kohl einen Kragen verpassen. Dazu schneidet man aus Papier oder Plastik einen kleinen Kreis, den man bis zur Mitte einschneidet. Dann vergrößert man das Loch in der Mitte so, dass der Stängel der Kohlpflanze Platz hat. Nun schiebt man die Manschette unter den Keimblättern um den Stamm, faltet sie trichterförmig nach unten, klammert die Seiten des Kragens zusammen, so dass der Boden um die Pflanze in einem Radius von 5 cm bedeckt ist. Die Kohlfliege legt die Eier dann nicht am Boden in der Nähe bzw. direkt am Wurzelhals ab, sondern auf dem Kohlkragen. Diese Eier vertrocknen dann normalerweise tagsüber und die Pflanze wird nicht infiziert. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann die Pflanzen mit einem Insektenschutznetz schützen. Grundsätzlich sollte man das Beet, auf dem man Kohl anbaut, jedes Jahr wechseln. Denn Schädlinge überwintern unter den ehemals befallenen Pflanzen.Wird das Beet nicht gewechselt, schützt das Netz nicht.

Jungpflanzen setzen.

Wer Gemüsejungpflanzen gekauft bzw. selber gezogen hat, sollte beim Auspflanzen darauf achten, dass die Pflanzen am neuen Standort nicht höher und nicht tiefer stehen als zuvor. Drücken Sie die Pflänzchen seitlich gut an (dazu mit je 2 Fingern plus Daumen die Erde neben dem Ballen zum Ballen hin andrücken, nicht den Ballen eindrücken) und gießen Sie sie gut an. Dabei sollten die Blätter nicht verschlämmt und die Wurzeln nicht freigespült werden.

Kleinköpfigen Blumenkohl zum Naschen anbauen.

Es gibt Topf-Blumenkohl zu kaufen, den man ganzjährig kontinuierlich ernten kann. Man sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass der im gesamten Jahr etwa so viel Köpfchen bringt wie eine normale Pflanze bei ein-, maximal zweimaliger Ernte. Und das auch nur, wenn die Pflanze kontinuierlich gedüngt und gegossen wird. Wer gern frischen Blumenkohl nascht, für den ist das eine schöne Sache. Aber auch dann sollte man sich nicht nur einen, sondern mehrere Töpfe mit Blumenkohl auf den Balkon stellen.

 

Kartoffeln in Eimern und Säcken anbauen

Für ältere, die nicht mehr so gut graben können oder wollen, ist es eine gute Möglichkeit Kartoffeln in Erdsäcken oder mit Erde gefüllten Eimern anzubauen.

Dazu einen 10-Liter-Erdsack senkrecht aufstellen und oben die ausgekeimte Kartoffel einfach 10 cm tief einsetzen und angießen. Unten sind sowieso kleine Löcher im sack, wo das Wasser heraus laufen kann, wenn nicht können (beim Eimer müssen) Sie welche hinein stechen. Die Kartoffel im Gefäß sollte an einem Sonnigen Ort stehen, so dass die Erde sich schnell erwärmt und die Pflanze schnell wächst. Da die gefürchtete Braunfäule erdgebunden ist, sollte bei hochwertiger Erde keine Krankheit auftreten. Wenn die Erntezeit im Herbst ist, können Sie den Sack einfach seitlich aufschneiden und die Kartoffeln entnehmen.

Dies geht gut im Garten oder auf dem Balkon.

Nutzen Sie jedoch niemals Müllsäcke oder ähnliche nach Weichmacher riechende Plastik, da die giftigen Weichmacher in die Kartoffeln ziehen und mit gegessen werden.

Blüten bei Äpfeln, Kirschen und anderem Obst ausdünnen

Viele machen sich Sorgen, wenn sie Blüten beschädigen oder wegschneiden, weil es die Ernte negativ beeinflussen würde. Eher das Gegenteil ist der Fall. Der Baum macht auf unbekannte Weise eine Schätzung im Juni/ Juli wie viel Früchte er im Folgejahr versorgen kann und legt so viel Blüten an. Normalerweise ist die Fehlerquote etwa 90 %, d.h. 10 % der Blüten werden Früchte, die Sie essen können, die anderen fallen vorher vom Baum. Wenn Sie größere Früchte haben wollen und schwachen Bäumen helfen wollen, dann entfernen Sie am besten einen Teil der abgeblühten Blüten mit der Schere oder brechen die Blütenbüschel aus. Dann hat der Baum mehr Kraft zum Wachsen und die übrigen Früchte werden größer. Vor allem auf Sandböden und bei schwachwüchsigen Gehölzen kann dies einen großen Unterschied machen. Entfernen Sie bei Äpfeln lange Blütentrauben, die als spätere Fruchttrauben sowieso nur faulen würden.