Der Wintereinbruch ist für viele nervig, aber durch den Schnee sind die
schon ausgetriebenen Pflanzen geschützt. Leider gilt das auch für die
bereits aufgelaufenen Unkräuter. Sobald der Schnee weg ist, sollten Sie
nach diesen sehen und sie entfernen, wenn der Boden dazu nicht zu
matschig ist.
Den Bäumen setzt die Kälte zu. Vor allem Blütenknospen können vom Frost
beschädigt werden. Rechnen Sie mit weniger Steinobst und anderem
zeitigem Obst in diesem Jahr.

Sobald es wieder wärmer wird und die Temperaturen tagsüber Plusgrade
erreichen, können sie Brokkoli-, Blumenkohl-, Fenchel- oder
Salatjungpflanzen ins Frühbeet pflanzen. Achten sie beim Blumenkohl /
Brokkoli auf einen ausreichenden Abstand von 35x35 cm, wenn Sie ihn dort
stehen lassen wollen. Wenn Sie ihn nochmals umpflanzen, können Sie ihn
auch auf 20x20 cm setzen und dann später ins Beet auspflanzen.

Sie können daheim anfangen Erbsen vorzuziehen und sie raus setzen wenn
es wärmer wird. Achten Sie dann jedoch auf Schnecken, die die
unabgehärteten Pflanzen gern anfressen.  Wenn der Boden aufgetaut und
schneefrei ist, können Sie allerdings auch die Erbsen direkt im Garten
aussäen. Dazu erst einmal alle flach nebeneinander verteilen und mit
Vlies oder transparenter Folie abdecken. Wenn Sie sie vorher ein paar
Tage im lauwarmen Wasser (15-20°C) einweichen lassen, bis die
Samenschale sich öffnet, geht die Entwicklung im Beet auch schneller.
Wenn sie dann auflaufen und sich die ersten Laubblätter entwickeln,
können Sie diese auf Endabstand (30 - 40 cm zwischen den Reihen und 5 cm
in der Reihe) auspflanzen.
Bei der Auswahl der Erbsen muss man zwischen Schalerbsen/Palerbsen,
Markerbsen und Zuckererbsen/Zuckerschoten unterscheiden. Die
Zuckerschoten haben im Gegensatz zu den anderen Erbsen keinen "Faden"
vom Stiel bis zur Spitze und eignen sich gut für den Frischverzehr. Aber
auch die Erbsen selbst sind geschmacklich gut. Bei den Markerbsen ist
der Zuckeranteil auch hoch und die Erbsen sind meist größer. Das sind
die üblichen gefrosteten Erbsen mit hohen Erträgen. Pal- bzw.
Schalerbsen sind älter und nicht so süß, werden beim trocknen runzlig,
gehen aber beim Kochen wieder in die runde Form über. Das machen die
Mark- und auch die Zuckererbsen nicht, sondern bleiben runzlig.
Erbsen sind Leguminosen (binden Luftstickstoff) und somit Humusmehrer
und damit auf ausgezehrten Beeten nach den Schwachzehrern in der
Fruchtfolge auszupflanzen.

Sie sollten sobald  der Schnee weg ist, beginnen die Blätter der
Erdbeeren auszuputzen und alte, braune Blätter entfernen. Denn diese
sind jetzt nass geworden und können sich mit Pilzkrankheiten infizieren,
die dann auf die ganze Pflanze übergreifen können. Trennen Sie noch
nicht getrennte Jungpflanzen ab und pflanzen Sie die kräftigsten auf ein
neues Beet (20x40 cm Pflanzabstand). Zwischen den Erdbeeren auf einem
Drittel des Beet streuen Sie Stroh unter die Pflanzen. auf dem zweiten
Drittel lassen Sie blanke Erde und auf dem letzten bringen Sie flächig
ein Vlies aus. Die Erdbeeren mit Stroh brauchen nun länger bis zum
Tragen, die mit Vlies kürzer und die ohne alles liegen dazwischen. So
bekommen Sie ein weites Erntefenster und ernten nicht alle auf einmal
sondern über mehrere Wochen gestreut.
Bei großem Schneckenaufkommen im Garten mischen Sie Bio-Schneckenkorn
unter das Stroh oder verteilen es lose unter dem Vlies. Besser ist es
natürlich einen doppel gefalteten Schneckenzaun um das ganze Beet
aufzustellen. Dann müssen Sie nur noch die Wenigen im Beet los werden
und es kommen keine neuen nach.
Da im neu gepflanzten Erdbeerbeet noch Platz ist, können Sie Radieschen
in kleinen Grüppchen aus 5  - 6 Pflanzen dazwischen säen. Diese sind
erntereif bevor die Erdbeeren zu groß sind.

Schröpfen und Kerben bei Bäumen

Wenn Bäume kein ausreichendes Dickenwachstum zeigen, können sie
geschröpft werden. Vor allem wenn Unterlage oder Edelsorte
unterschiedlich schnell an Dicke zunehmen. Dazu setzen Sie in zu dünnen
Teil des Stammes in der Rinde mehrere senkrechte, 25 - 30 cm lange
Schnitte. Setzen Sie sie an einer oder zwei gut abtrocknenden Seiten des
Stammes, damit keine Pilzkrankheiten eindringen.
Kerben bedeutet, dass Sie eine Knospe stärker anregen wollen, um
beispielsweise eine kahle Stelle am Stamm mit einem Ast zu schließen.
Schneiden Sie quer über der Knospe einen 1-mm-Keil aus der Rinde bis
einige mm in das Holz des Baumes und etwa 2 - 5 cm neben der Knospe
endend (jedoch nie mehr als 1/3 des Astes lang). Dieser Keil unterbricht
den Saftfluss zur Krone und regt die Knospe an auszutreiben und den Keil
zu schließen.

Aussaat im Freiland

Schröpfen und Kerben bei Bäumen
Wenn Bäume kein ausreichendes Dickenwachstum zeigen, können sie
geschröpft werden. Vor allem wenn Unterlage oder Edelsorte
unterschiedlich schnell an Dicke zunehmen. Dazu setzen Sie in zu dünnen
Teil des Stammes in der Rinde mehrere senkrechte, 25 - 30 cm lange
Schnitte. Setzen Sie sie an einer oder zwei gut abtrocknenden Seiten des
Stammes, damit keine Pilzkrankheiten eindringen.
Kerben bedeutet, dass Sie eine Knospe stärker anregen wollen, um
beispielsweise eine kahle Stelle am Stamm mit einem Ast zu schließen.
Schneiden Sie quer über der Knospe einen 1-mm-Keil aus der Rinde bis
einige mm in das Holz des Baumes und etwa 2 - 5 cm neben der Knospe
endend (jedoch nie mehr als 1/3 des Astes lang). Dieser Keil unterbricht
den Saftfluss zur Krone und regt die Knospe an auszutreiben und den Keil
zu schließen.


Sie können schon dicke Bohnen im Freiland säen, auch wenn der Boden noch
gefroren ist. Die Bohnenpflanze nimmt daran keinen Schaden. Auch
Mangold, Rüben, Lauch (Zwiebel noch nicht) und Rote Bete können schon
gesät werden. Prüfen Sie aber vorher, ob der Boden wenigstens 5 cm
frostfrei ist. Sandböden stellen da kein Problem da, allerdings sollten
keine Böden mit Senken, wo sich Tauwasser über dem gefrorenen Boden
sammeln könnte, genutzt werden. Kasten- und Hochbeete eignen sich
hingegen sehr gut.
Unter https://aussaatkalender.com/ finden Sie eine grobe Übersicht wie
auf den Saatgutverpackungen, da die Angaben aber für wärmere Orte als
Dresden gedacht sind, können die Angaben sich um eine bis zwei Wochen
nach hinten verschieben.
Was auch gut funktioniert: Sich einen Aussaatkalender mit
Jahresübersicht kaufen und daheim aufhängen. Da die Termin jedes Jahr
gleich sind, brauchen Sie diesen nur einmal anschaffen.