Im Garten Möbel pflanzen

Aus Weiden (oder Forsythien, da im Kleingarten keine Weide erlaubt ist) kann man sich im Garten dauerhafte Gartenmöbel ziehen. Dazu kürzt man frisch abgeschnittene, blattlose Äste auf 0,5 cm unter die letzte Knospe, steckt sie in die Erde und gießt sie an. Für einen Hocker pflanzt man zum Beispiel vier Bündel aus je fünf Ästen als Stuhlbeine. Die Sitzfläche entsteht, indem man den Austrieb zu einer Sitzfläche flechtet. Für eine Lehne einfach je fünf weitere Äste an die hinteren Beine pflanzen und diese dann später als Lehne hochwachsen lassen. Bänke brauchen etwa alle 50 cm ein Paar Beine. Sie können dies auch noch im Frühjahr vor dem Austrieb durchführen. Dicht gesteckte Äste werden mit der Zeit verwachsen. Wenn Sie am Anwachserfolg zweifeln, können Sie auch die abgeschnittenen Äste erst wurzeln lassen und später zusammenpflanzen. Im „Apfelgarten“ – einem gerade neu entstehenden Gemeinschaftsgarten in Strehlen zwischen Teplitzer und Ackermannstraße – wurde jetzt ein lebendiger und wachsender Zaun gepflanzt.

 

Fruchtfliegenfallen selber bauen

Die Frucht- und Essigfliegen lassen sich leicht zu Hause bekämpfen. Einfach ein Glas Saft (Apfel oder Traube), Wein oder Essig mit etwas Spülmittel versetzen (damit die Oberflächenspannung zerstört wird) und nahe dem Obst / Gemüse in der Küche aufstellen. Aber Achtung die Menge, die dort in die Falle geht, kann etwas eklig sein. Am besten mehrere Fallen in der Küche verteilen. Bewährt haben sich Rotwein und Essig.

Jedes Insektizid was Sie spritzen - egal ob bio oder konventionell ist eine Gefahr für die Umgebung und Ihre Gesundheit.

 

Spitzwegerich gut gegen Halsschmerzen

Jetzt ist die richtige Zeit, um Spitzwegerich zu sammeln. Als Tee aufgebrüht ist die Heilpflanze gut gegen Husten und Hals-Probleme (vor allem für Leute denen Salbei nicht schmeckt). Spitzwegerich kann aber noch mehr: Die entzündungshemmende Eigenschaft des Saftes reduziert das Jucken nach Mücken- und Brennnesselstichen.

 

Monilia-Fruchtfäule durch Phosphormangel

Mir wurden in diesem Jahr öfter Bäume gezeigt, deren Früchte keine Verletzungen aufwiesen, aber trotzdem von Monilia-Fruchtfäule befallen waren. Dies kann daran liegen, dass der Baum Phosphormangel hat. Dazu im Frühjahr Phosphordünger flach unter dem Baum in den Boden graben oder im Wurzelraum Löcher Stechen, Phosphordünger einfüllen und sie wieder schließen. Phosphor wird im Boden nicht durch Wasser transportiert. Das heißt, dass der Regen ihn nicht zur Wurzel schwemmt, sondern dass die Wurzel zum Phosphor wachsen muss. Machen Sie aber vor der Phosphorgabe eine Bodenprobe im Wurzelraum bis 50 cm Tiefe, um auf Nummer Sicher zu gehen.

 

Leim hilft gegen Frostspanner

Der Frostspanner sucht sich Anfang Oktober sein Winterquartier in der Baumkrone. Da das Weibchen bei diesem seltsamen Schmetterling ungeflügelt ist, muss es den Stamm hoch laufen. Leimringe und Leimanstrich unterbinden dies. Frostspannerbefall können Sie anhand von Skelettierfraß an Blättern feststellen. Das heißt, dass die Insekten nur die Blattadern übrig lassen. Tritt eine solche Erscheinung an Ihren Obst- und Ziergehölzen nicht auf, brauchen Sie natürlich auch keine Frostspanner bekämpfen.

 

Totholzhecken als Insekten-Winterquartier

Wer Nützlingen ein Winterquartier geben möchte, kann Totholzhecken anlegen. Dazu Äste oder Pfähle als Halterung in die Erde stecken, dazwischen an den Seiten lange Zweige als Begrenzung auslegen und das Innere mit kurzen Ästen oder Schreddergut füllen. Hier überwintern dann allerlei nützliche Insekten. Sie können auch ab und zu dicke Äste quer zum Auflockern einbauen. Mit der Zeit werden dann dort Käfer Gänge hineinfressen und diese werden dann in den Folgejahren mit Wildbienen bevölkert.