Möhrenaussaat im Herbst

Auf leichten (sandigen Böden), die sich schnell erwärmen aber jetzt auch schnell abkühlen, können Sie vor den ersten Bodenfrösten Möhren aussäen. Diese keimen dann erst im nächsten Frühjahr und sparen dort Zeit. Dies geht vor allem bei Frühen Sorten. Warten Sie aber damit, bis wirklich Frost bevorsteht, damit sie nicht vorher keimen. So umgehen Sie schlechte und schwierige Aussaatbedingungen im Frühjahr.
Auch bei Steckrüben ist eine späte Aussaat fürs kommende Jahr möglich, oft geschieht es noch im November oder Dezember.

Frostsaat: Umgehung von verschlammten Böden im Frühjahr

Früher wurde dies häufiger praktiziert. Vor allem bei schweren Böden, die im Frühjahr nicht betretbar waren, wurde je nach regionalem Frostbeginn im Oktober, November oder Dezember ausgesät, damit die Pflanzen im Frühjahr starten können, ohne auf den Gärtner und die Betretbarkeit des Bodens warten zu müssen.
Sie sollten die potentiellen Beete dafür jetzt mit Kompost mischen, Saatrillen schaffen und diese leicht mit Mulch abdecken. Dann säen Sie bei gefrorenem Boden und decken die Aussaat mit Kompost ab (da die Erde gefroren ist). Es eignen sich dafür alle Zeitigen Gemüse wie Radieschen, Borretsch, Dill, Kohlrabi, Möhren, Pastinaken, Petersilie, Steckrüben, Salat (keine exotischen Sorten mit Frostempfindlichen Samen), Schwarzwurzeln, Rettich, Erbsen und Dicke Bohne bedingt (nicht bei sehr schweren langfristig nassen Böden), Spinat, Zwiebeln, aber auch Kornblumen oder Mohn.
Brokkoli oder Rosenkohl so zu säen kann zum Totalverlust durch Schnecken im Frühjahr führen. Diese sind auch das größte Problem bei dieser Aussaatmethode. Dafür spart man sich viel Aussaatzeit im Frühjahr.

Frostsaat und späte Aussaat nutzt den natürlichen Zyklus des Saatguts, was im Herbst ausfällt und im nächsten Frühjahr aufgeht.

Achten Sie aber auf Verluste durch Mäuse im Winter, bei Wühlmausbelasteten Böden ohne Sperrnetze und Schutzzäune. 

Teichbau

Wenn Sie einen Gartenteich anlegen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Dann hat der Teichboden über den Winter Zeit sich zu setzen und kann im Frühjahr mit einem Belag bezogen werden, ohne dass es zu Setzungsrissen kommt. 
Als Abdichtmaterial eignet sich am besten Ton, da dieser selbstreparierend ist und auch an Änderungen und nachträgliche Pfähle anpasst. Sie sollten wenigstens 30 besser 60 cm dick den Ton ausbringen (dafür müssen Sie entsprechend Tiefer graben. Ton bekommen Sie als Bentonit im Baumarkt oder weit günstiger als Katzenstreu (ist aber das gleiche Material) oder Sie bestellen welchen. 

Lehm, auch gestampft ist entgegen vieler Artikel nicht empfehlenswert, weil nur der Tonanteil abdichtet, wenn der Lehm wie in Richtung Borthen und Loschwitzer Höhe einen hohen Schluffanteil hat, dann sickert Wasser aus dem Teich. Stampfen des Lehms hilft da auch nicht, es verzögert nur das Auslaufen um einige Monate. Es kostet also nur viel sinnlose Arbeit.


Teichfolie ist eine Maßnahme, aber beim Verlegen sollten Sie beachten, dass Sie sie ohne Spannung verlegen und gegen Verrutschen am Rand befestigen. Am Besten machen Sie es wie im Bild, eine Grube am Rand ausheben und das Folienende hinein legen. Danach Bringen Sie auf die Folie (gestrichelte Linie) eine Schicht aus Steinen aus, diese kann auch mit Sand gemischt werden oder aus eckigen Steinen bestehen (bei steilem Ufer).

 

Sie Können die Steine auch etwas mit Beton ankleben, damit sie nicht verrutschen, aber das lässt sich dann schlecht wieder heraus nehmen. In dem Uferbereich mit den großen Steinen lassen sich gut Wasserpflanzen ansiedeln und Insekten werden den Bereich als Tränke nutzen. Achten Sie darauf, dass die Wasserlinie bis an die steine reicht. Aber mit Wasserverlust schaut bei dieser Bauweise keine Folie heraus. Sie können die Steinschicht ruhig 10 - 30 cm dick gestalten.

Als Folie eignet sich EPDM-Folie (Kautschuk), denn sie ist Schadstofffrei und sehr beweglich und gut für kleine Teiche (die Bahnen lassen sich nur aufwendig verbinden, aber es gibt Hersteller die Sie für Sie vorfertigen bis ca. 40 m breite), für größere Teiche ist PE-HD Folie geeignet, diese ist zwar recht starr, lässt sich aber schweißen und leicht verarbeiten. 
PVC-Teichfolie ist mit vorsicht zu behandeln, denn Sie enthält Weichmacher, der in den ersten Jahren ans Teichwasser abgegeben wird und dort die Lebewesen schädigen kann. Auch verschwindet der Weichmacher und sie wird dann brüchig (passiert bei oben den Folien nicht, weil sie Weichmacherfrei sind).

Bei Spitzen Steinen im Untergrund sollten sie ein Teichvlies unter die Folie legen, das ein durchstechen dieser verhindert.

Im Winter gießen

Denken Sie daran im Dezember bei frostfreiem Wetter vor allem Bäume zu gießen (v.a. auf sandigen Böden). Denn in dieser Zeit verbraucht der Baum noch Wasser, aber es gibt wenig Niederschläge. Beugen sie dem Auswintern (Vertrocknen vor) indem Sie bis Jahresende noch hin und wieder Gießen - v.a. bei Jungbäumen.

Wenn die Bäume kein Laub mehr haben, sieht man gut die Fruchtmumien. Entfernen Sie diese, um damit keine Krankheiten ins kommende Jahr zu verschleppen und entsorgen Sie sie im Restmüll.

Wenn Sie die Bäume umveredeln wollen, dann können Sie im Dezember Edelreiser schneiden, einlagern und im Frühjahr veredeln. Achten sie beim Schnitt darauf, dass es lange, kräftige Triebe ("Wasserschosser" bis 60 cm Länge) aus dem oberen Bereich der Krone sind, diese wachsen besser an.

Eingelagertes Obst sollten Sie einmal wöchentlich auf Faulstellen Prüfen. 

Nussernte

Walnüsse erntet man, indem man sie aufsammelt. Wenn sie vom Baum geschlagen werden, ist ihre Qualität schlechter, weil sie nicht vollends ausreifen. 


Haselnüsse können geerntet werden, sobald sie gut aus den Kelchblättern lösen. Achten sie auf kleine Bohrlöcher in den Nüssen - diese stammen vom Haselnussbohrer und machen diese ungenießbar. Sortieren Sie sie direkt in den Restmüll. 

Wenn Sie im Herbst Obstbäume Pflanzen


Wenn Sie im Herbst Obstbäume Pflanzen, müssen Sie darauf achten im Winter ausreichend zu gießen und Sie sollten keine Pfirsiche und aprikosen pflanzen, oder Sie müssen sie mit Vlies oder Reißig gegen die Kalten Winde im ersten Winter schützen, sie sterben sonst häufig ab. Pflanzen Sie sie am besten im Frühjahr.
Achten Sie darauf, dass die neu gepflanzten Bäume nicht höher oder Tiefer als im Topf stehen, aber besser etwas höher als das die Veredelungsstelle in der Erde ist. Wurzelnackte Bäume setzen Sie so, dass die Veredlungsstelle (Knubbel am Stammansatz) immer einige cm über dem Boden liegt, damit der Baum dort keine Wurzeln bilden kann, um die Unterlage nicht abzustoßen. Die unterlage hält den Baum oft klein, ohne diese kann er weit größer werden.  
Achten Sie bei der Neupflanzung von Beerenobst genug Abstand zu den Baumwurzeln zu halten oder entfernen Sie sie an der Stelle und schützen sie die Beerenobsträucher mit einer Wurzelsperre gegen die Wurzeln der Bäume. Achten Sie darauf, dass sie nicht beschattet werden, dies reduziert den Fruchtertrag erheblich.