Igel-Unterkunft erstellen

Stellen Sie dem Igel eine Unterkunft zur Verfügung, damit er ein Quartier in Ihrem Garten hat. Der Igel ist ein Nützling der allerlei Insekten, aber vor allem Schnecken frisst. Das Igelquartier kann ein Holzstapel mit Platz darunter zum Verstecken sein, ein Reißighaufen oder im Herbst ein Laubhaufen.

Igelhäuser sind auch möglich, aber umständlich. Sie können sich die Bauanleitungen am besten von einem Naturschutzbund holen, dort sind auch genaue Material- und  Standortangaben enthalten. Die Anleitungen in vielen Gartenmagazinen hingegen sind oft fehlerhaft oder unvollständig. Die besten Bauanleitungen und Aufstellhinweise erhalten Sie vom Igelschutzzentrum Leipzig.

 

Igel in Garten Lassen

Sie müssen dem Igel auch Zugang zum Garten lassen. Immer mehr Gärten werden mit Stabmattenzäunen oder am Boden befestigtem Maschendraht versehen, dort ist besonders auf mehrere Durchgänge zu achten. Sorgen Sie dafür, dass Zugänge für Igel bleiben. Sonst wird der Igel aus- oder eingesperrt - letzterer kann in kleinen Gärten verhungern.

Wenn Sie den Fuchs aussperren, wird ihre Mäusepopulation schnell zunehmen. Auch wenn Sie bis dahin keines hatten.

 

Säen/Pflanzen

Jetzt ist der letzte Mögliche sinnvolle Aussaatzeitpunkt für Herbstgemüse. Warten Sie noch länger, wird es sich negativ auf Ihre Erntemengen auswirken.

Säen Sie Dill, Salate, Rucola, Chinakohl, Spargel, Rettich und Winterspinat. Sie können auch noch Knoblauch, Winterporree oder Zwiebeln setzen. Schützen Sie die Jungpflanzen mit engmaschigen Netzen (am besten 0,8x0,8 mm Maschenweite) vor Möhren-, Rettich- oder Zwiebenfliegen.
Sie können einen Teil der Kräuter sich selbst aussamen lassen, Sie müssen später nur die Pflanzen wieder zusammensammeln und gezielt auspflanzen.

 

Stark angefressene Früchte? Insekten mit Wasser versorgen

Eine flache Wasserschale, eine Schüssel mit Steinen zum Landen und Wasser oder ein schwimmendes Brett auf dem Teich oder Wasserfass (ist einfacher, muss nicht dauernd nachgefüllt werden) können als Insektentränke genutzt werden. Der allgemeine Wassermangel lässt die Insekten mehr Früchte als üblich anfressen, da diese verzweifelt eine Wasserquelle suchen. Durch die Tränke reduzieren Sie das und sorgen gleichzeitig für glückliche (Wild-)Bienen, was auch die Bestäubung im nächsten Jahr sichert.

 

Frauenmantel als Insektentränke

Langfristig ist es anzuraten an feuchten Stellen im Garten Frauenmantel (Alchemilla mollis und ähnliche Arten) anzubauen.

Diese Planze neigt zu Gutation, also der Abgabe von überschüssigem Wasser über Spalten im Blatt. dieses können sich Insekten in den Morgenstunden holen. Somit brauchen Sie nur bei extremer Trockenheit eine Insektentränke.

Obstbaumschnitt im Herbst

Sie sollten den Obstbaumschnitt nun einstellen, es sei denn Sie müssen die übervollen Apfelbäume noch etwas von Früchten befreien. Pflegeschnitte hingegen sorgen für immer mehr Wasserschosser, je tiefer Sie in den Herbst verlegt werden. Außerdem schneiden Sie alle potentiellen Äpfel mit ab, ohne dass der Baum sie wie im Juni/Juli ersetzen kann. Im Herbst ist zudem die Krankheitsgefahr für den Baum erhöht.

 

Obstspalier erzeugen

Wer ein Obstspalier erzeugen will, hat oft Probleme lang genuge Seitenäste zu bekommen. Dafür gibt es bei Neupflanzungen einen Trick: Entfernen Sie die Seitenäste und binden Sie den ganzen Baum in die erste waagerechte Richtung, wo sich der Seitenast entwickeln soll. Dies sollte so sein, dass die Spitze den ganzen Bereich des kommenden Seitenastes einnimmt, da viel mehr Breitenwachstum nicht zu erwarten ist. Der Baum sieht nun aus wie ein auf die Seite gekipptes "L". Achten Sie darauf dass die Befestigung den Baum nicht nur in Form bringt, sondern auch stützt, damit die Äst nicht vom Stamm brechen. Im kommenden Jahr bildet der Baum einen Schosser über dem Stamm, diesen lässt man bis in den Spätsommer wachsen und bindet ihn dann in die andere Richtung waagerecht zur Seite. Dies kann man von Jahr zu Jahr machen und erhält nach und nach ein schönes Spalier. Mit zunehmendem Dickenwachstum stabilisieren sich die Äste und Astansätze.

Durch das Hin-und-Her-Biegen ergibt sich ein schöner leicht gewellter Stamm, der sich über die Folgejahre stabilisiert

 

Äpfel auf Reife testen - Kipp-Probe

Wer testen will ob der Apfel reif genug zur Ernte ist, der sollte den Apfel um 90° nach oben kippen. Wenn er sich löst hat er die Kipprobe bestanden und ist erntereif.

Manchmal muss die Genussreife noch etwas warten, aber es ist besser die Früchte fast reif zu ernten und nachzureifen, als sie ganz reif vom Baum fallen zu lassen.