Volkers Gartentipps vom 27.08.2014

 

Kippprobe bei der Apfel- und Birnenernte

Bevor Sie Äpfel / Birnen ernten, sollten Sie die Reife kontrollieren. Wenn man die Früchte am Baum zur Seite kippt und sie sich dabei leicht lösen lassen, ist der Apfel pflückreif. Das Neigen sollte einen Kippwinkel von 70° nicht übersteigen.
Auch das Fruchtfleisch und die Färbung kann zur Reifebestimmung heran gezogen werden. Ein grüner Schimmer im Fruchtfleisch zeigt, das bis zum Verzehr noch etwas gewartet werden muss. Dies gilt auch bei übermäßigem Säuregehalt bzw. Mangel an Süße. Die Schale sollte je nach Sorte schon Rot zeigen oder mehr gelb als grün sein. Dies gilt vor allem für Pflücksorten. Lagersorten wie Pinova, Boskop oder Ontario sind jetzt noch nicht reif.

Früchte die durch einen Schaden vom Baum gefallen sind, haben meist eine Notreife hinter sich gebracht. Sie sind meist schon essbar, obwohl die anderen hängenden Früchte noch unreif sind. Schneiden sie einfach den Schaden heraus und essen Sie den Rest. Probieren Sie vorsichtig, nicht damit es nicht mehr schmeckt, aber oft ist man vom guten Geschmack dieser Früchte überrascht. Ich esse sie immer gleich, aber man kann auch Mus, Kompott oder Saft daraus machen.

 

Knoblauch und Winterzwiebeln stecken

Stecken Sie Anfang bis Mitte September Knoblauchknollen und Winterzwiebeln. Diese wurzeln dann noch an und entwickeln sich zeitig im nächsten Jahr. Knoblauch bevorzugt lehmigen, nährstoffreichen Boden. Zwiebel hat lieber etwas leichteren Boden über den Winter.

 

Rasen mähen

Rasen mähen steht nun das letzte Mal vor dem Herbst an. Wenn der Aufwuchs danach nicht mehr all zu stark ist, kann auf weiteres Mähen vor dem Winter verzichtet werden, damit die Pflanzen genug Reservestoffe mit in den Winter nehmen können.

Wer nicht mehr als 2 mal bisher gemäht hat, kann diesen Rasenschnitt auch als Kleintierfutter verwenden.

 

Erdbeeren vermehren

Nun sollten Sie Erdbeer-Ausläufer von den Mutterpflanzen abschneiden und zum Pflanzen verwenden. Auch sollten Sie alte Blätter entfernen und die Pflanze gut Auslichten, um Pilzbefall im Herbst im Pflanzeninneren zu vermeiden.

 

Kalte Tage

Bei den für den Monat unerwartet kalten Temperaturen, kann es helfen die Gewächshäuser abends zu schließen - vor allem bei Tomaten, die ja sonst meist offen stehen. Auch Tomatenhäuser schließt man besser nachts. Sonst stockt das Wachstum und die Reife.

 

Baumschnitt beenden

Nun kommen die Gehölze allmählich in den Herbstmodus und der Schnitt an ihnen sollte beendet werden. Ein Schneiden im Herbst ist bei keinem Gehölz, nicht mal bei Sträuchern zu empfehlen.

Sollten Sie Zierpflanzen wie wilden Wein oder Efeu noch nicht geschnitten haben, so tun Sie dies jetzt noch oder im Winter oder Frühjahr. Für Zierpflanzen gilt das gleiche wie für Obst, nicht im Herbst schneiden. Denn dann ist die Abwehr der Pflanze schwach, Wunden werden nicht mehr so schnell geschlossen und durch die feuchte Witterung haben Pilzkrankheiten bessere Überlebenschancen.

 

Heruntergebundene Äste kontrollieren

Wenn Sie Äste bei Obstbäumen herab gebunden und keine Lockeren Schlaufen verwendet haben, sollten Sie diese jetzt kontrollieren und gegebenenfalls lockern. Auch kann es sein, dass der Ast jetzt schon von allein die gewünschte Position hält und von der Schnur befreit werden kann.