Obstbäume im Winter bestellen

Wenn eine Obstbaumlieferung beim Transport Frost bekommen hat, darf man sie nicht gleich auspacken und pflanzen, sondern lässt sie in einem kühlen, frostfreien Raum langsam auftauen. Wenn Sie sie gleich Pflanzen würden, wäre die Wurzel noch eingefroren, während der oberirdische Teil schnell auftaut und sofort einen Mangel an Wasser und Nährstoffen, aus der noch gefrorenen Wurzel bekommt. 
Erst dann kann gepflanzt werden. 

Entfernen Sie die abgetragenen Ranken der Brombeeren und heften Sie die neuen Ruten ans Spalier. Im Winter brechen die Ruten leichter, deswegen nehmen Sie es jetzt noch vor. Bei sehr schwach wüchsigen Brombeeren (selten), warten Sie mit dem Zurückschneiden bis Dezember.

Obstbaumschnitt nicht durchführen

Ein Herbstschnitt ist nicht anzuraten, da die Bäume schon teilweise eingezogen haben oder noch dabei sind und so ihr Immunsystem sehr schwach ist. Gleichzeitig fördert die nasskalte Witterung Pilzkrankheiten, ein hohes Infektionsrisiko besteht.
Auch sorgt der Herbstschnitt für einen starken Austrieb und viele Schosser, was oft nicht erwünscht ist.
Sollten Ihre Bäume schlecht wachsen oder viel unter dem Wassermangel im Sommer gelitten haben, dann nehmen Sie einen Rückschnitt wie beim Beerenobst im Dezember vor, wenn es noch wärmer als -5°C in der Nacht ist. 

Obst-Baum umgekippt?

Achten Sie auf schwachwüchsige Obstbäume, diese werden, auch wenn sie älter sind, nie in der Lage sein, sich selbst aufrecht zu halten. Erneuern Sie die Pfähle, die den Baum halten, regelmäßig. Auch ein 20 oder 30 Jahre alter Baum, der 4 - 6 m hoch ist, kann umkippen, wenn die Unterlage zu schwach ist. Dann hat die Wurzel einfach nicht die Kraft die Krone zu stützen. Bei Apfel sind es die Unterlagen "M9" und "M27", bei Birne "Quitte A". Kaufen Sie keine neuen Bäume auf dieser Unterlage oder versehen Sie den Baum immer mit einem oder mehreren Pfählen. Fragen Sie in der Baumschule nach Mittelstarken Unterlagen, um diese Probleme zu umgehen. 
Wenn Sie Allerdings auf Spindel schneiden, dann können Sie diese Unterlagen nutzen. Denken Sie aber daran, auch die Spindeln haben in der Plantage die meiste Zeit ein Spalier, dass sie hält. 

Auswinterungsschutz Pfirsich

Pfirsiche und Aprikosen sterben gern im Winter ab. Vor allem wenn es ein trockenes Jahr war und sie wenig Wasservorräte haben. Dieses Auswintern geschieht durch den Mangel an Wasser (Boden gefroren) im Winter und den Mangel an Reserven. Schneiden Sie sie noch im Dezember zurück, wenn Sie das noch nicht im Sommer getan haben. Denn auch die Äste verdunsten Wasser.
Sie können auch um den Baum ein Vlies mehrfach locker wickeln und so die Sonneneinstrahlung und den Wind reduzieren.

Gießen Sie alle Bäume nochmal richtig bevor der Winter beginnt.

Verteilen Sie es über die nächsten Wochen aber 200 bis 400 Liter für alle Bäume über 4 m Höhe sollten Sie nochmal geben. 
Wenn Sie die Wasserfässer ausleeren, nutzen Sie das Wasser und bringen es an die Bäume. 

Frostrisse, Frostspanner und Blutläuse mit Kalk-Latex Mischung bekämpfen

Raupen des Frostspanners und auch Blutläuse (sieht aus wie Watte) sitzen in den Ritzen der Baumrinde und überwintern dort. Wenn Sie den Baum gegen Frostrisse mit Kalk weiß Streichen, mischen Sie 10 - 20 % Latex mit in das Gemisch, damit es nicht so schnell vom Regen abgetragen wird. Streichen Sie es dick in die Ritzen der Rinde mit ein, so dass diese verschlossen werden. Dort sitzende Schädlinge werden so eingesperrt und ersticken.

Bodenproben machen

Je kälter es wird, desto besser ist es Bodenproben zu nehmen. Der Boden muss regelmäßig auf pH-Wert und Nährstoffgehalte, v.a. Phosphor und Kalium untersucht werden, damit Sie nicht zu viel oder zu wenig düngen. Wenn Sie eine Probe im Sommer nehmen, wird sie durch die Hitze weiter verrotten bis sie im Labor ankommt und dann ist der Wert verfälscht. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt die Proben zu nehmen und zu einem Labor (z.B. LKS Lichtenwalde, August-Bebel-Straße 6, 09577 Lichtenwalde) zu schicken. Nehmen Sie eine 1-Liter Mischprobe von jedem Beet aus den oberen 30 cm Bodentiefe und packen Sie den Boden in eine Folientüte und beschriften Sie die Probe. Vermerken Sie sic hauch wie die Beete beschriftet sind zu Hause. Oft wird das mit der Zeit vergessen z.B. von welcher Beetseite aus sie gezählt haben und wo Beet 1 liegt. 
Angaben wonach Sie Mischproben aller Beete zusammen nehmen sollen, sind Quatsch, denn je nach Kultur variieren die Nährstoffgehalte sehr. 

Heckenpflanzung

Wenn Sie eine schöne, dichte Hecke haben wollen, die später nicht so riesig wird, sollten Sie die nötigen Gehölze sehr dicht pflanzen. Am besten alle 20 cm eine Pflanze, auch wenn sie schon groß sind. Mehr als 30 cm Abstand sollten sie nie haben, da die Hecke dann nicht sehr dicht wird und auch stärker wächst und somit schwer zu pflegen ist. 
Versuchen Sie eine immergrüne Hecke, die den Garten auch im Winter vor Wind schützt.  

Inkagurken weiter ernten

Die Inkagurken (Cyclanthera pedata) bringen immer noch gut Jungfrüchte. Diese Stacheligen Früchte sind besser im Geschmack, wenn sie kleiner sind, wenn sie groß und Weiß sind, ist der Geschmack noch gut, aber die Konsistenz des inneren wird strohig, ernten Sie Sie deshalb regelmäßig und essen Sie bei großen Früchten nur die Schale. 
Heben Sie sich nur einige für Samen auf. 

Tomaten mit Äpfeln nachreifen

Tomaten reifen schneller nach, wenn sie zusammen mit einem Apfel in einer Schale liegen, denn der gibt sehr viel Reifehormone über die Schale ab und diese sind schwerer als Luft und bleiben so in der Schale. 
 Gut für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 18 und 25 °C, dann setzen sie auch noch gut Geschmack an. Kühler nachgereifte Früchte schmecken nicht so gut. 
Ernten Sie sie draußen und reifen Sie sie noch etwas in der warmen Wohnung nach, meist sind sie dann besser als jetzt draußen gereifte Früchte.