Geduld im Garten

Wer noch etwas Geduld mit seinen Pflanzen hat, der merkt, dass die Gewächshausgurken, Paprika, Kürbisse und Prunkbohnen und ähnliches jetzt noch einmal anfangen zu tragen. Lassen Sie die Pflanzen lieber noch etwas stehen und erfreuen Sie sich an den noch kommenden Früchten. Das können noch einige sein.

 

Herbst- und Frühjahrsgemüse säen

Wer den Geschmack von Herbstrübchen mag, der kann sie nun einsäen - sie wachsen bis in den Winter hinein und sind dann auch erntereif. Wintererbsen lassen sich nun ausbringen - sie wachsen bis zum Winter, überwintern als Jungpflanze, wachsen im Frühjahr weiter und sind die erste reife Erbse im Frühsommer.

 

Gewächshaus reinigen

Da immer weniger Licht da ist, muss die Gewächshausverglasung jetzt sauber gemacht werden, damit darin noch wachsende Pflanzen genug Licht bekommen. Gurken und Paprika wachsen immer noch, Tomaten reifen noch nach, schmecken aber meist nur noch mäßig.

Bis Mitte Oktober sollten diese Pflanzen entfernt und durch Salate ersetzt werden - dann ist es einfach zu dunkel und kühl für die Sommerkulturen.

 

Endivien bleichen

Wer gern gebleichte Endivien isst, da sie weniger Bitterstoffe haben, der kann einen mit schwarzer Folie bedeckten Folientunnel über den Bestand setzen oder aber einfach dunkle Plastikisten über die Pflanzen stellen und mit Steinen beschweren. Um den Effekt zu steigern, können Sie auch nochmal die Pflanze zurückschneiden, damit wie beim Chiccoreé, das was neu austreibt, gleich weiß wird.

 

Käferlarven unter der Wiese

Manchen fallen im Herbst abgestorbene Stellen in der Wiese/dem Rasen auf, wo das Gras schlecht wächst oder gar flächig gelb wird und abstirbt. Das sind die Larven bestimmter Käfer wie Drahtwürmer oder Engerlinge oder anderer Insekten (die Maulwurfsgrille verursacht solche Schäden mehr im Frühsommer). Gegen Engerlinge gibt es bestimmte Nematodenpräperate, gegen Drahtwürmer nicht viel, aber da sind die abgestorbenen Stellen auch eher kleiner und fallen weniger auf. Das einzige was bei übermäßigem Drahrwurmbefall hilft, ist regelmäßig die Wiese/den Rasen zu kalken. Der Kalk tötet sie nicht ab, aber vertreibt sie.

 

Den Dachs aus dem Garten vertreiben?

Wenn  der Dachs Käferlarven jagt und den Rasen durchlöchert, hilft das langfristig dem Rasen, auch wenn jetzt erst mal Schaden da ist, wenn er nur Regenwürmer jagt, ist es gänzlich kontraproduktiv. Die beste Methode ist sich mit dem Dachs arrangieren, bei Wiesen ist das das einfachse, bei sauberen Rasenflächen etwas schwieriger. Es hilft auch wenn ein Hund auf der Gartenfläche markiert - wenn Sie ihn dazu bringen oder einfacher wenn Sie ordentlich viele Hundhaare auf der Fläche verstreuen (das ist auch ein Dünger), der Dachs ist sehr geruchsorientiert und mag keine Hunde.

 "Geraniol" ein ätherisches Öl und Repellent scheint auch zu helfen, es befindet sich in Hunde-, Katzen- und Maulwurfsabwehrmitteln.

Unterscheidung Rasen zu Wiese

Wann habe ich einen Rasen, wann eine Wiese? Im allgemein ist Rasen definiert und der Rest sit eine Wiese. Ein Rasen ist eine Fläche aus größtenteils Gräsern, die gedüngt, gekalkt, von Wildkräutern befreit und in kurzen Abständen gemäht - also kurz zusammengefasst: gepflegt wird. Die Halmlänge sagt sichts darüber aus (z.B. echter Englischer Rasen ist wenigstens 8 cm, meist mehr als 10 cm lang). Wenn Ihre Grünfläche aus Gänseblümchen, Gundermann und hin und wieder ein paar Halmen besteht, dann ist es eine Wiese - ein kurze Wiese, aber eine Wiese.

 

Aus einer Wiese einen Rasen machen

Wenn sie lieber einen Rasen statt einer kurzen Wiese wollen, dann sollten Sie erst einmal gezielt die Wildkräuter entfernen (gegebenenfalls die ganze Oberfläche wegnehmen und kompostieren). Dann an die freien Stellen Gras einsäen, gut einharken oder mit einer dünnen Kompostschicht bedecken und immer nur in der höchsten oder zweithöchsten Rasenmäherstufe mähen, die darunter sind nur für Gänseblümchenliebhaber. Bei größerer Halmlänge ist Gras in der Lage kleine Wildkräuter zu unterdrücken oder wenigstens unsichtbar zu halten.

Mähen Sie ruhig auch jetzt noch wenn auch in längeren Abständen, damit ihr Rasen gut über den Winter kommt.