Samen für Veredelung sammeln

Wer im übernächsten Frühjahr selbst veredeln möchte, muss jetzt die passenden Samen sammeln und im kommenden Jahr die Jungpflanzen anziehen. Für Rosen eignen sich heimische Hagebuttensamen, die Obstbäume lassen sich auf ihrer Art veredeln. Bei Birne empfiehlt es sich aber Quitte als Unterlage zu verwenden.
Auf Samen veredelte Obstbäume werden meist größer als gekaufte, also Vorsicht. Mittlerweile gibt es viele Unterlagen im Internet zu kaufen, was das Veredeln erleichtert.

Bei Rosen ist es aber günstiger sie selbst zu sammeln und zu ziehen.

 

Nistkästen aufhängen und Fütterung beginnen

Jetzt finden die Vögel genug zu fressen, aber es ist trotzdem sinnvoll schon jetzt mit der Fütterung zu beginnen, damit die Vögel später wissen, wo es was gibt. Achten Sie beim Aufhängen/Aufstellen auf Katzen-und Maderschutz, also dass es an einem waagerechten Ast etwas weg vom Stamm hängt. Oder wenn Sie es aufstellen, dann dass es ausreichend groß ist, so dass niemand vom Ständer ins Häuschen greifen kann. Ein Ständer aus Metall oder ein Blech über einen Meter der Länge im oberen Bereich helfen viel unerwünschte Kletterer fern zu halten. Die Ständer sollten ausreichend hoch und stabil sein, damit das Häuschen bei Wind nicht so leicht umfällt.

Nistkästen sind im Winter ein beliebtes Versteck für die Nacht. Hängen Sie deshalb, die von den Nestern gereinigten Nistkästen, wieder auf. Die Öffnung sollte nicht zur Windrichtung zeigen, so dass es nicht zu Kalt im Nistkasten wird. Auch hier ist ein Kletterschutz sinnvoll.

 

Nutzen Sie die Gartenzeit im Winter für Reperaturen, Gerätepflege und Bau von Nistkästen

Im Sommer hat man nie Zeit, immer gibt es was im Garten zu tun. Nun fehlt dies. Allerdings kann man im Winter seine Geräte pflegen z.B. Messer, Sägen, Scheren, Handspaten, Hacken, Spaten und Unkrautstecher wieder schärfen. Dann geht die Arbeit im nächsten Jahr viel besser von der Hand. Meist wird das Schärfen von Hacken und ähnlichen Geräten vergessen, aber wenn Sie mit einer frisch geschärften Hacke arbeiten, ist es viel angenehmer als mit einem stumpfen, abgerundeten Blatt. Diese müssen aber nur grob scharf sein und nicht so rasierklingenscharf wie ein Messer.
Prüfen Sie Stiele, befestigen Sie schon das ganze Jahr wackelnde Griffe und reinigen Sie die Werkzeuge einmal ordentlich, damit sie im Winter nicht rosten.

Viele sagen sich seit Jahren, sie müssten mal Nistkästen aufhängen. Nutzen Sie die finstere Jahreszeit, um mit Kindern und Enkeln Nistkästen oder Futterhäuschen zu bauen. Das fördert nicht nur handwerkliches Geschick, sondern nützt auch den Vögeln etwas. Gute Bauanleitungen erhalten Sie beim NABU oder der Landesanstalt für Landwirschaft Sachsen oder Vogelschutzeinrichtungen. Bei Anleitungen in Gartenzeitungen sollten Sie vorsichtig sein, dort achtet man mehr auf Dekor als darauf, dass die Nistkästen bewohnt und nicht geräubert werden.

 

Chicoree bleichen

Der Chicoree hat seine Blätter an den ersten Frost vor ein paar Wochen verloren. Aber bei den warmen Temperaturen treibt er wieder aus. Die Wurzeln müssen aus der Erde genommen werden und das Laub vorsichtig abgedreht (nicht abgeschnitten), ohne die Jungblätter im Zentrum ("Herzblätter") zu beschädigen.

Dann kommen die Wurzeln in den kühlen Keller und werden mit undurchsichtigem feuchten Tuch oder 15 cm Sand bedeckt, alternativ können Sie sie auch flach (15 - 20 cm Erde muss darüber sein) im Garten eingraben, da sie dort auch recht kühl liegen.

Im Dezember werden die Wurzeln getopft und an einen wärmeren finsteren Raum gebracht, wenn das nicht geht, können Sie auch in einem Karton mit dunklem Handtuch über dem Deckel, damit kein Licht durch die Ritzen hineinkommt, angezogen werden. Dann entwickelt sich der bleiche, fast bitterstoff-freie Chicoree. Nach der Ernte können Sie es nochmals stehen lassen, wenn die Wurzel noch Kraft hat, setzt sie neue Blätter an. Die ausgelaugte Wurzel können Sie zum Schluss entsorgen.

 

Gehölze vor Sonne schützen

Vor allem junge Gehölze und solche mit glatter Rinde sind sehr anfällig für Frostrisse in ebendieser. Sie sollten dies verhindern, da durch die Risse im kommenden Jahr Krankheiten und Schädlinge in den Baum eindringen werden.

Wenn Sie Ihren Baum mit Kalkfarbe weiß gestrichen haben, gibt es keine Probleme. Denn die Frostrisse entstehen wenn sich durch die Wintersonne (Januar/Februar) die Rinde tagsüber stark erwärmt und der Baum Saft hineinleitet, nachts aber der Frost diesen Saft gefrieren und dadurch die Rinde platzen lässt. Wenn die Rinde weiß ist, wird die Sonne reflektiert und die Rinde erwärmt sich nicht so stark.

Sie können die Rinde auch durch Bastumwickelungen oder durch eine Bambusmatte schützen, aber das ist viel aufwendiger, als sie weißzustreichen - vor allem wenn Sie auch dickere Äste mit schützen wollen. Auch können sich in solchen Matten Schädlinge einnisten und dort bequem überwintern.

 

Bodenproben nehmen

Jetzt wäre eine gute Zeit Bodenproben zu nehmen, warten Sie aber noch etwas auf kühlere Tage mit Temperaturen unter 5 °C. Wenn es wärmer ist, rottet die Probe in der Tüte verstärkt weiter und verzerrt das Ergebnis, weil bei der Entnahme viel mehr Sauerstoff als im Boden herankommt.

Entnehmen Sie in den einzelnen Beeten je mindestens 0,5 Liter Erde aus den oberen 30 cm (wenn Sie eine Grüngut-Mulchschicht darauf haben, dann nichts von dieser) am besten an mehreren Stellen und mischen Sie diese. Erstellen Sie keine Mischprobe aus den Proben von verschiedenen Beeten (wird oft fälschlicherweise empfohlen), sonst erhalten Sie ein Mittel über alle Beete, was nichts beim Düngen hilft (Sie würden den Schwachzeherern zu viel und den Starkzehrern zu wenig Nährstoffe geben). Wenn Sie nicht zu viel Proben nehmen wollen, dann nehmen Sie nur die Beete auf die kommendes Jahr Starkzehrer wie Kartoffeln, Kopfkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Gurken, Zucchini oder Kürbisse gepflanzt werden sollen. Denn normalerweise werden in der Landwirtschaft die Starkzehrer gedüngt und die folgenden Mittel- und Schwachzeherer kommen mit den Resten aus. 

 

Bodenproben einschicken

Beschriften Sie die Proben mit ihrem Namen, Kontaktdaten (unbedingt mit Telefonnummer) und am besten mit den Beetkürzeln. Wenn Sie die Beete Nummerieren, dann schreiben Sie sich im Garten auf, welches Beet Beet 1 ist. Schicken Sie die Proben zu einem Untersuchungslabor.

Wichtig sind bei der Analyse pH-Wert, Phosphor und Kaliumgehalt (diese 3 zusammen kosten meist ca. 8 - 10 € pro Probe), aber auch Magnesium und Schwefel sind noch sinnvoll. Spurenelemente nur prüfen lassen, wenn verstärkt Mangelerscheinungen (z.B. bor- oder Molybdänmangel bei Kohl) auftreten.
Stickstoff gibt es durch diverse Einträge aus Verkehr und organischen Düngern meist genug im Boden, kann aber bei stickstoffintensiven Kulturen wie Blumenkohl auch untersucht werden.

Als Bodenlabor kann ich das LKS Lichtenwalde (August-Bebel-Straße 6, 09577 Niederwiesa, Tel. 037206-87173, david-tokarski@lks-mbh.com) empfehlen, da dieses durch Teilnahme an Ringversuchen jährlich geprüft wird.

Für Kleingärtner in Dresden gibt es eine Besonderheit: Der Stadtverband "Dresdner Gartenfreunde" e.V. nimmt in der Geschäftsstelle in der Erna-Berger-Str. Bodenproben an und leitet sie an das LKS weiter.

Tulpenbaum im Garten

Ich sehe immer mehr die Neigung zu neuen Baum- und Straucharten im Garten. Dies ist zwar eine Positive Entwicklung für mehr Vielfalt und neu Gartengestaltung, aber bei manchen Dingen wie Bäumen muss man vorsichtig vorgehen, da sie lange im Garten bleiben und schwer zu entfernen sind. Der Tulpenbaum beispielsweise hat tolle Blüten und interessante Blätter, wird aber mehr als 25 m hoch und ebenso breit und ist mit knapp einem Meter zuwachs pro Jahr sehr schnellwüchsig, passen Sie auf wohin Sie ihn setzen, um nicht die Nachbarn zu beeinträchtigen und einen Schattengarten zu erhalten.

 

Esskastanie im Garten

Aber noch beliebter scheint die Esskastanie zu sein. Bis vor wenigen Jahhunderten war die Esskastanie (Castanea sativa) nicht zu verwechseln mit unserer Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) die Nahrungsgrundlage der Landbevölkerung in vielen Regionen. Eine Krankheit, die die Bäume befiel, machte dem ein Ende. Nun wo diese Krankheit überwunden ist (weil die Esskastanien lange fehlten), werden die Esskastanien (oder Maronen) wieder versärkt angebaut.

Auch wenn der Baum in Mitteleuropa nicht seine vollen 35 m Höhe erreicht, so wird er doch so groß wie eine ausgewachsene, frei stehende Fichte oder Rosskastanie. Der Wuchs ist zwar schlank aufrecht, aber passen Sie auf, dass sie genug Platz hat. Sie ist keine Pflanze für kleine Gärten, vor allem da man eine 2. Sorte zur Befruchtung braucht. Wenn Sie ein großes Grundstück haben, achten Sie auf ausreichend Platz vor der Pflanzung. 15 besser 20 m sollten zwischen den beiden Bäumen liegen, damit sie sich nicht all zu sehr beeinträchtigen. Regelmäßiger Schnitt kann helfen, diesen Obstbaum auf 5 bis 8 m Höhe zu halten.

Viele Stadtverwaltungen pflanzen sie neuerdings auch und dichter als angegeben als Wegbegleitgrün (z.B. auf der BUGA 2015), müssen später aber (wie beim Straßenbegleitgrün) einen Teil der Bäume herraussägen.

Der Grund für solch eine dichte Pflanzung ist noch offen, da sich die Bäume dadurch im Wuchs behindern und es viel Streit beim Entfernen von Zwischenbäumen gibt.

 

Bewässerungssysteme abbauen oder ausblasen

Wer eine Bewässerung im Garten installiert hat, sollte sie vor stärkeren Frösten abbauen. Wem das zu viel Arbeit macht oder wer sie eingegraben hat, der kann sie auch mit einem Kompressor freiblasen. Wenn kein Wasser drin ist, gibt es keine nennenswerten Frostschäden. Wer Tropfschläuche verwendet, sollte diese aber abbauen, da sie sich meist schlecht freiblasen lassen.

 

Ziergehölze wie beispielsweise "Clematis" schneiden

Die Waldrebe kann nur direkt nach der Blüte geschnitten werden, da sie sonstnicht blüht (weil Sie potentielle, nicht sichtbare Blütenknospen wegschneiden). Bei mehrfach blühenden Formen kann ein Rückschnitt im späten Herbst nach dem Einziehen oder zeitigen Frühjahr vor dem Austreiben erfolgen, um sie wieder in Form zu bringen, da Sie so nur einen Blühzeitraum verlieren.

Dies gilt für fast alle Ziergehölze - auch bei Hortensien. Schneiden Sie deshalb nur bei schlechtem Wuchs und rechnen Sie mit Blütenverlust.