Schützen Sie die Jungbäume vor Hasenfraß

Vor allem an Apfelbäumen machen sich die Tiere zu schaffen. Wickeln Sie den Stamm mit Wildverbissspiralen, Bambusmatten, Jute oder ähnlichem ein. Achten Sie darauf, dass das Material nicht Luftdicht abschließt, sonst kann der Stamm faulen.

Schlösser im Garten einfetten, Wasser ablassen

Alle Schlösser, Scharniere und Riegel sollten Sie jetzt einfetten, damit sie im Winter nicht einrosten. Fett wirkt viel länger als Öl. Vor allem Vorhängeschlösser sind sonst gefährdet.
Lassen Sie das Wasser aus den Leitungen im Garten, damit sie nicht einfrieren und Schaden nehmen. Öffnen Sie alle Ventile, damit auch alles leer läuft.

Wasserfässer allmählich leeren

Wasser können Sie noch zum Gießen von Hecken und Bäumen nutzen, aber Sie sollten es nicht ewig im Wasserfass lagern. Vor allem wenn Sie einen Hahn am Wasserfass nutzen, der kann nämlich schnell einfrieren und Schaden nehmen. Wenn Sie nur aus den Fässern schöpfen, können Sie sie noch länger nutzen, dann sollten Sie sie aber spätestens bei der ersten Eisdecke ausleeren.
Sie können die geschlossenen Wasserfässer noch im Gewächshaus lange als Wasserspeicher nutzen. Vor allem wenn Sie Feldsalat anbauen, braucht der oft im Januar im Sandboden Wasser.
Drehen Sie die leeren Fässer um, damit kein neues Wasser hinein gelangt. Wenn Sie IBC-Container nutzen, dann verschließen Sie diese mit einem Deckel.

Chinakohl im Keller einschlagen

Chinakohl verträgt Fröste um die -6 °C, danach nimmt er Schaden. Er darf auch im gefrorenen Zustand nicht geerntet werden. Sie können ihn aber jetzt vorsichtig mit Wurzel ausgraben und in einen kühlen Keller in feuchten Sand "pflanzen". Dort hält er noch sehr lange im Winter durch und kann regelmäßig geerntet werden. Achten Sie darauf, dass sich die Köpfe nicht berühren, er bekommt dort schnell Faulstellen.
Abgeschnittener Chinakohl lässt sich auch einlagern, muss aber mit viel Vorsicht behandelt werden, denn er trocknet leicht (Keller muss kühl und leicht feucht sein) aus und neigt auch zum Faulen.

Porree einschlagen?

Porree muss aus der Erde, wenn Bodenfrost droht, sonst bekommen Sie ihn nicht wieder heraus bzw. er reißt ab oder verletzt sich. Sie können ihn ausgraben und im Keller in feuchten Sand einschalgen oder Sie häufeln ihn jetzt mit 10 cm Kompost an, dann friert der Boden nicht so schnell durch und Sie können länger ernten.

Winterernte von Gemüse

Ernten Sie Blattgemüse wie Mangold, Feldsalat oder ähnliches nur nachmittags oder am frühen Abend. Denn so lang es noch gefroren ist, nimmt es schnell Schaden bei Berührung und wird matschig. Wenn es aber aufgetaut ist, kann es wie gewohnt verwendet werden.

Windschutz für Blattgemüse

Blattgemüse wie Kopfsalat oder Zuckerhutsalat verträgt entgegen der weit verbreiteten Meinung einige Minusgrade. Was es nicht verträgt, ist mechanische Belastung wie Wind oder Schnee im gefrorenen Zustand. Durch die Bewegung nimmt es dann Schaden. Wenn Sie es mit einem kleinen Folientunnel schützen oder im Gewächshaus stehen haben, können Sie es noch lange in den Winter hinein ernten. Erst ab -8°C gibt das meiste Blattgemüse auf.
Sie können auch im nicht gefrorenen Zustand den Salat mit Reisig abdecken, was ihn dann vor Wind schützt. Wenn er friert darf das Reisig aber nicht bewegt werden, bis er wieder auftaut.

Rhabarber treiben im Januar

Für Zeitigen Rhabarber sollten Sie entweder die Wurzelstöcke von 3-4jährigen Pflanzen aus der Erde nehmen, nachdem sie die Blätter abgeworfen haben oder kräftigen, getopften Rhabarber kaufen. Legen Sie die diese in ihren Schuppen im Garten, Frost hilft beim Austrieb. Ab Januar stellen Sie ihn warm und geben ihn in einen Topf und wässern ihn z.B. im Gewächshaus oder daheim in die Wohnung. Dann heißt es nur noch Warten. Wenn Sie ihn beim Treiben in einer Kiste ohne Licht halten, wird er nicht so sauer.

Weinreben schneiden

Schneiden Sie die Reben jetzt, denn im Frühjahr besteht die Gefahr, dass sie ausbluten, wenn Sie den Schnittzeitpunkt im Februar verpassen, weil der Winter zu warm wird. Entfernen Sie dabei diesjährige abgetragene Ruten bis auf Zapfen mit 2 Knospen. Erhalten Sie nur solche länger, die Sie zum Aufbau des Spaliers nutzen wollen. Verwachsene Bereiche mit vielen alten Zapfen schneiden Sie auf einen jungen Zapfen zurück. Achten Sie darauf, dass der Wein luftdurchlässig und Locker aufgebaut ist, damit Pilzkrankheiten kein leichtes Spiel haben. Wein bringt nur am einjährigen Holz Blütenstände, wenn es aus zweijährigem (Zapfen von diesem Jahr) hervorgegangen ist. Deswegen müssen die Zapfen von diesem Jahr dran bleiben, daran wachsen dann die Ruten mit den Trauben.
Wein hat auch Traubenansatz an älterem Holz, diese sind aber meist krankheitsanfälliger.

Weinreben vor hartem Frost schützen

Schützen Sie mit Kompost oder Stroh vor allem die Veredlungsstellen der Pflanzen und den unteren Stammbereich. Wenn der Rest weg friert, kann er hier wieder austreiben. Vor allem Muskateller-Reben sind empfindlich. Wenn es geht und genug platz da ist, nehmen Sie das Spalier ab und legen den Wein auf den Boden und decken ihn mit Stroh ab. Oder Wickeln Sie kleinere Spaliere mit Stroh oder Fichtenreisig ein.

Obstlager nicht einfrieren lassen

Obst, v.a. Äpfel sollten möglichst frostfrei im Keller gelagert werden. Wenn es im Schuppen liegt und gefriert, sollte es nicht im gefrorenen Zustand berührt werden, weil es sonst Schaden nimmt. Warten Sie bis es auftaut, dann können Sie es noch verwenden.

Laub für Igel aufhäufen oder liegen lassen?

Der Igel bevorzugt Laubhaufen zum Überwintern. Rechen Sie das Laub im Garten zusammen und errichten Sie an einer windgeschützten Stelle einen haufen von 1 m²Grundfläche und mindestens 50 cm Höhe. Je größer desto besser. Sie können auch ein Igehaus bauen (Kiste mit 30x30x30 cm Innenraum und 10x10 cm Eingang), es mit zerknüllten Zeitungen oder Stroh füllen und im Laubhaufen oder einer anderen Windgeschützten Fläche aufstellen.
Sie können aber auch einfach das Laub an einer Stelle liegen lassen, wo der Wind es sammelt.

Kalkanstrich gegen Frostplatzer

Wenn die Wintersonne Baumstämme erwärmt, denkt der Baum es sei Frühjahr und leitet Saft hinein. Dieser friert dann nachts und sprengt die Rinde auf. Dort kommen später Krankheitserreger in den Baum. Dies verhidnern Sie mit einem weißen Kalkanstrich. Dieser reflektiert das Sonnenlicht und der Stamm erwärmt sich nicht. Meist reichen die unteren 2 m vom Stamm völlig aus, da die oberen warmen Teile, dieses durch den kalten Stamm nicht an die Wurzel melden können. In der Natur gibt es das fast nicht, weil kleine Bäume Äste haben, die sie beschatten und nur im Wald oder im Unterholz wachsen.

Planung fürs Folgejahr machen

Beginnen Sie die Planungen für die Beete zu machen - was kommt wohin, wie läuft die Fruchtfolge.
Mit den Bodenproben können Sie auch sehen, welches Beet Dünger oder Kalk benötigt.
Sie können auch schon Dünger fürs Folgejahr holen z. B. Mist von Pferdeställen.